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Kirchenkonzert: Blasmusik vom Barock bis zur Moderne

Kirchenkonzert

Blasmusik vom Barock bis zur Moderne

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    Das Blasorchester D’Schwarzachtaler beim gelungenen Auftritt.
    Das Blasorchester D’Schwarzachtaler beim gelungenen Auftritt. Foto: Foto: Andrea Stahl

    Bobingen-Reinhartshausen Voll besetzt war die Sankt-Laurentius-Kirche in Reinhartshausen. Gespannt warteten die Zuhörer auf das traditionelle Kirchenkonzert der Blasmusikkapelle D’Schwarzachtaler aus Waldberg-Kreuzanger. Denn es wurde eine Premiere erwartet: Erst im September hatte nach 15 Jahren der neue Dirigent Georg Miller aus Diedorf Bernd Schmidt als bisherigem Leiter des Blasorchesters abgelöst. Der neue Chef führte seine 40 Musiker nun souverän durch den Konzertabend.

    Zum Auftakt zeigten die Jungbläser unter Stefanie Braxmeier – nach einer Begrüßung durch Vorsitzenden Markus Kugelmann – mit einer Suite und „Czardas“, was sie schon alles gelernt haben. Weiter ging es mit der Jugendkapelle, dirigiert von Diana Brandmair, die die moderne Komposition „Copernicus“ des dänischen Komponisten Johan Nijs zum Besten gab. Nach diesem temperamentvollen Werk mit einem ruhigeren, besinnlichen Zwischenstück folgte das in seinem Herkunftsland sehr bekannte Werk „Highland Cathedral“.

    Hier erahnten die Zuhörer in den lang gezogenen Klängen der Schwarzachtaler den schottischen Dudelsack, für den das Lied ursprünglich komponiert war. „Das Werk besitzt eine lange Geschichte und ist vielseitig variiert worden“, erklärte Jürgen Schuster, der gekonnt durch das Konzert der Schwarzachtaler führte. Mit Informationen über die Komponisten der Werke, ihre Geschichte und Hintergründe, aber auch Erläuterungen zu den Stücken konnten sich die Zuhörer auf die dargebotene Musik einstellen.

    Der Mozart Englands verbreitet eine schöne Akustik

    Mit großem Applaus schließlich empfing das Publikum das Hauptorchester, geleitet von Georg Miller. Eine Suite von Henry Purcell, dem „Mozart Englands“, wie Jürgen Schuster erläuterte, erfüllte die Kapelle mit ihrer schönen Akustik, wobei die einzelnen Sätze und ihr unterschiedlicher Charakter gut zu unterscheiden waren.

    Eine barocke Toccata und Fuge von Dietrich Buxtehude berührte durch seine feine musikalische Struktur und dem für die Epoche typisch improvisierenden Charakter.

    Die „Barock-Impressionen“ des Tschechen Josef Bönisch waren nochmals eine Herausforderung für das Orchester, da die für Bläser ungewöhnliche Tonart a-Moll sehr viel Übung abverlangt.

    Nach einem Ausflug in die Welt der Oper „Mlada“ von Rimski-Korsakov und einem Ausschnitt aus dem Oratorium „Elias“ von Mendelssohn-Bartholdy präsentierten die Schwarzachtaler zwei moderne Stücke: Neben „Heaven“ einer Schweizer Gruppe stand zum Abschluss die Komposition „Emotionen“ des im Unterallgäu geborenen Kurt Gäble auf dem Programm.

    In abwechselnden Sätzen waren einerseits im rhythmischen Grundmotiv der Pulsschlag des modernen Lebens, der Stress und die Unausgeglichenheit unserer heutigen Zeit zu erkennen, im Kontrast dazu Gedanken an Geborgenheit, Glück, Liebe und Hoffnung.

    Alle Besucher durften am Schluss mitsingen

    „Zusammenhalt und die Liebe zur Musik verbindet die Schwarzachtaler“, erklärte Markus Kugelmann zum Abschied. Das durften die Zuhörer bei diesem Adventskonzert auch live erleben. In der Zugabe nach ihrem begeisterten Applaus lud Miller alle ein zum Mitsingen der alten Volksweise „Macht hoch die Tür“.

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