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Damit Unkraut nicht vergeht

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    Das Pilotprojekt "Bunte Lechfeldäcker" sorgt für Farbkleckse in Oberottmarshausen und Klosterlechfeld: Hier ein Acker-Steifmütterchen. Foto: Landschaftspflegeverband
    Das Pilotprojekt "Bunte Lechfeldäcker" sorgt für Farbkleckse in Oberottmarshausen und Klosterlechfeld: Hier ein Acker-Steifmütterchen. Foto: Landschaftspflegeverband Foto: Landschaftspflegeverband

    Das war Anlass für den Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg, auf dem Lechfeld das Projekt "Bunte Lechfeldäcker" zu initiieren. Die Anregung von Werner Burkhart, dem Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes stieß bei den Bürgermeistern Gerhard Mößner aus Oberottmarshausen und Peter Schweiger aus Klosterlechfeld auf offene Ohren.

    Im Herbst 2009 wurde auf zwei steinigen Lechfeldäckern neben Roggen und Dinkel auch eine Mischung seltener Ackerwildkräuter ausgesät - und der Erfolg ließ nicht auf sich warten. Zu sehen sind heute auf den Versuchsflächen zum Beispiel Ackerwachtelweizen, Frauenspiegel, Ackerrittersporn, Kornblumen, Acker-Lichtnelke und Stiefmütterchen. Viele Ackerkräuter sind einjährig und verbreiten sich über Samen, die nur auf dem offenen Boden keimen. Ohne jährliche Bodenbearbeitung verschwinden sie. Dies ist ein Grund dafür, warum sie beispielsweise in Wiesen gar nicht vorkommen.

    Nachahmung durch andere Landwirte

    Bürgermeister Gerhard Mößner freut sich über den Erfolg und die vielen Farbkleckse, die die Flure mit ihrer bunten Vielfalt bereichern: "Wir hoffen, dass unser Projekt Landwirte zur Nachahmung anregt. Es würde genügen, wenn sie einen breiten Ackerrandstreifen ohne Herbizide und Düngung stehen lassen würden."

    Der Verbandsvorsitzende Hans Merk erklärt, wie das Projekt weitergehen wird: "Nach dem Wintergetreide wird im kommenden Frühjahr Sommergetreide angebaut." Die heuer aufgegangenen Ackerwildkräuter hätten dann bereits ausgesamt, so dass es nicht nötig ist, sie erneut auszusähen.

    "Im dritten Jahr folgt dann ganz in Tradition der mittelalterlichen Dreifelderwirtschaft die Brache. Das Ganze ist eine recht spannende Sache und wird deshalb wissenschaftlich dokumentiert", berichtet Hans Merk. Die Äcker können noch bis Anfang August besichtigt werden, dann wird geerntet. Einige Getreidestreifen bleiben jedoch stehen, um Rebhühnern und anderen Feldtieren als Nahrungsreservoir für den Winter zu dienen.

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