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Lechfeld: Das Schachspiel mit Karten

Lechfeld

Das Schachspiel mit Karten

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    Auch wenn es auf diesem Bild so aussieht: Bridge spielen ist nicht nur etwas für ältere Frauen.
    Auch wenn es auf diesem Bild so aussieht: Bridge spielen ist nicht nur etwas für ältere Frauen. Foto: Bridgeclub Lechfeld

    Es wird als das älteste Kartenspiel der Welt bezeichnet – Bridge. Auf dem Lechfeld ist dieses Spiel dagegen noch relativ jung: Der Bridgeclub Lechfeld feiert heuer sein 15-jähriges Bestehen. Der Untermeitinger Anton Stahl gründete 1997 den Bridgeclub und schulte die Interessierten.

    Die meisten der 20 Mitglieder waren von Anfang an dabei, wie der Geschäftsführer Günter Hambach. „Es hat mich infiziert und nicht mehr losgelassen“, beschreibt er seine Liebe zum Bridge. Der Denksport, der oft als Schach mit Karten bezeichnet wird, wurde zum ersten Mal in England und Indien gespielt.

    In Deutschland sehen heute viele Menschen Bridge als Kartenspiel für ältere Damen. Mit diesem Vorurteil hat auch der Bridgeclub Lechfeld zu kämpfen. „Die Jugendlichen wissen oft gar nicht, dass es Bridge gibt“, erklärt Marchner das Nachwuchsproblem. Es sei es ein Spiel für Jung und Alt, in dem vor allem Taktik und Logik gefragt seien.

    Beim Bridgespielen ist man nicht auf sich allein gestellt, denn es wird in Zweierteams – sogenannten Partnerschaften – gespielt. In der Reizphase verständigen sich die Partner und kündigen dem Gegner an, wie viele Stiche sie im Spiel erreichen wollen. In der Spielphase werden dann reihum die Karten gelegt und die Stiche gezählt. Am Ende des etwa siebenminütigen Spiels werden alle Spieldaten aufgeschrieben und die Karten ohne Mischen an den nächsten Tisch weitergereicht.

    Die Sieger werden mit einer komplizierten Rechenformel am Computer ermittelt und stehen oft erst nach drei oder vier Stunden fest. Denn jedes Team spielt gegen jedes. Dabei geht es nicht um Geld, wie bei vielen anderen Kartenspielen, sondern um die Ehre.

    „Oft denken die Leute, Bridge sei so schwer, dabei ist es nur Übungssache wie jede andere Sportart auch“, erklärt Wolfgang Marchner. Um Neulingen den Einstieg zu ermöglichen, bietet der Bridgeclub ab Herbst wieder Schulungen an.

    Neben den wöchentlichen Turnierabenden (siehe Info) nehmen die Mitglieder an Teammeisterschaften teil. Bis zu acht Spieler sind pro Team erlaubt, wobei vier an zwei verschiedenen Tischen spielen. Für die Ausrichtung von eigenen Turnieren wird der Bridgeclub von den Gemeinden Graben und Untermeitingen und der Stadt Königsbrunn mit Räumen unterstützt.

    Höhepunkt des Klubjahres ist der gemeinsame Ausflug. Dabei besuchen sie befreundete Bridgevereine oder erkunden Städte in der Umgebung. Doch eines muss bei der Planung immer beachtet werden, erklärt Günter Hambach: „Irgendwo müssen wir dann neben all der Kultur auch Bridge spielen, sonst würde die Hälfte gar nicht mitfahren.“

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