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Die Sinne schärfen - durch unscharfe Bilder

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Die Sinne schärfen - durch unscharfe Bilder

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    Auf ihr gelungenes Kunstprojekt "Imagine" stießen (von links) Lothar Zull, Kersten Thieler-Küchle und Michael Küchle an. Foto: Thomas Herrmann
    Auf ihr gelungenes Kunstprojekt "Imagine" stießen (von links) Lothar Zull, Kersten Thieler-Küchle und Michael Küchle an. Foto: Thomas Herrmann Foto: Thomas Herrmann

    Im Rahmen des Pfänder-Hoffestes regten sie mit außergewöhnlichen Filmen und Fotos sowie tiefgreifenden Texten das begeisterte Publikum an, sich seine eigenen Gedanken und Vorstellungen dazu zu machen. Was könnte diesen Vortrag trefflicher beschreiben, als das Lied "Imagine" von John Lennon, welches die gelungene Performance abrundete? Kersten Thieler-Küchle wollte sich daher auch nicht auf ein bestimmtes Ziel fixieren, das mit diesem Vortrag verfolgt wurde. "Die Kunst ist mehrdeutig und jeder kann seinen eigenen Sinn aus den Bildern und Texten ziehen", meinte sie. Doch gerade damit brachte sie ein wesentliches Ziel des Abends, auf den Punkt: den Erhalt der Kunst. "Schon den Höhlenmenschen diente die Kunst der Bilder, um besser verstehen zu können. Wenn aber die Kunst nicht mehr zählt, dann sind wir bald wieder wie Höhlenmenschen ohne Bilder!"

    Die Sinne zu schärfen durch unscharfe Bilder - Lothar Zull bewies sich darin als Meister seiner Klasse. Er beherrschte die Kunst, Botschaften in seine Bilder zu legen und mit Sinn fürs Detail zu interpretieren. Bereits vor rund zehn Jahren hatte Kersten Thieler-Küchle mit Zull ein ähnliches Projekt durchgeführt. Während sie damals jedoch fremde Texte als passende Überleitung zu den Bildsequenzen vorgetragen hatte, schrieb sie diesmal zusammen mit ihrem Mann, Dr. Michael Küchle, ihre eigenen Texte, um die Wirkung des Projektes noch zu verstärken.

    Bilder und Texte zum Thema Freiheit

    Damit landeten die beiden Künstler bei ihrem Publikum einen Volltreffer. Christl Meller beispielsweise zeigte sich anschließend noch ganz fasziniert von den mannigfaltigen Eindrücken. "Am meisten beeindruckten mich die Bilder und Texte zum Thema Freiheit", schwärmte sie. Wie sie war sich auch der Rest des Publikums einig, dass diese Veranstaltung eine Werbung für die Kunst war und sicherlich wieder einmal wiederholt werden sollte.

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