Graben Der Haushalt 2012 der Gemeinde Graben ist unter Dach und Fach. Mit rund 10,7 Millionen Euro umfasst der Etat dieses Jahr rund 3,2 Millionen mehr als im Jahr 2011. Grund dafür ist der Vermögenshaushalt. Dieser hat heuer ein Volumen von 6,1 Millionen Euro (2011: 3,3 Millionen). Der Verwaltungshaushalt schließt mit rund 4,6 Millionen ab.
Aus dem laufenden Betrieb können rund 360000 Euro erwirtschaftet werden, die dem Vermögenshaushalt für Investitionen zur Verfügung stehen. Und es sind eine ganze Menge Investitionen, die die Gemeinde dieses Jahr anpacken wird. Allen voran der Neubau der Bücherei, der rund 1,2 Millionen Euro kostet. Zur Finanzierung der Aufgaben ist eine Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von 2,1 Millionen Euro sowie bei Bedarf ein Kredit in Höhe von 800000 Euro eingeplant.
Zu den Großinvestitionen gehört auch der Grunderwerb im Gewerbegebiet entlang der Kreisstraße A30, was mit rund 1,8 Millionen Euro veranschlagt wird. Bei dem Gewerbegebiet handelt es sich vor allem um die Fläche, auf der heute Amazon und DHL stehen. Der Erwerb dieser Flächen wurde im vergangenen Jahr von Bayerngrund, einer Grundstücksbeschaffungs- und erschließungs-GmbH aus München, finanziert und tauchte daher nicht im Haushalt von 2011 auf. „Doch die Restfinanzierung von 1,6 Millionen Euro übernehmen wir nun selbst“, erklärte Scharf.
Viel Geld fließt auch in Straßenbau und Infrastruktur rund um das Gewerbegebiet. So sind für die Bahnübergänge Kosten in Höhe von 250000 Euro veranschlagt und für Straßen und Gehwege im Gewerbegebiet mit 450000 Euro gerechnet. Der Anschluss der Firma Lidl an die Kreisstraße wird 550000 Euro kosten.
Den Teilausbau der Lechfelder Straße lässt sich die Gemeinde 100000 Euro kosten, im Haushalt angesetzt werden auch 38000 Euro für einen Rundweg am Badesee, 70000 Euro für den Ausbau der Birkenstraße, 50000 Euro für Regenwasserkanal in der Fuggerstraße sowie 10000 Euro für Geschwindigkeitsmessgeräte.
Weitere Posten auf der Investitionsliste sind etwa der barrierenfreie Zugang zum Bürgerhaus mit Neugestaltung der Bühne (160000 Euro), die Anschaffung eines Fahrzeugs für den Bauhof (150000 Euro) sowie für die Feuerwehr (70000 Euro), Sanierung des Feuerwehrhauses (35000 Euro), Erweiterung des Büchereibestandes (12500 Euro) oder Kinderspielplatzpflege (10000 Euro). Viele der vorgesehenen Maßnahmen werden zum größten Teil bezuschusst.
Als größte Brocken auf der Ausgabeseite des Verwaltungshaushalts schlagen die Ausgaben für Schulen und Kindergarten (knapp eine Million Euro), die Kreisumlage (1,06 Millionen Euro), die Kosten der öffentlichen Einrichtungen (640000 Euro) sowie die allgemeine Verwaltung (633000 Euro) zu Buche.
Die wesentlichsten Einnahmen sind der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (1,6 Millionen Euro), die Gewerbesteuer (700000 Euro), die Grundsteuern A und B (288000 Euro), der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (21000 Euro) sowie der Einkommenssteuerersatz (130000 Euro) und die Schlüsselzuweisungen (450000 Euro).
Geld in die Gemeindekasse soll unter anderem durch Beiträge, Gebühren und Verkauf von Grundstücken kommen. Allein aus Verkauf von Gewerbe- und Baugrundstücken erhofft sich die Gemeinde einen Erlös in Höhe von rund zwei Millionen Euro.