Startseite
Icon Pfeil nach unten
Schwabmünchen
Icon Pfeil nach unten

"Wer wird Millionär?": Duden bringt Großaitinger um Millionen-Traum

"Wer wird Millionär?"

Duden bringt Großaitinger um Millionen-Traum

  • |
  • |
  • |
    Das ist ärgerlich: Unser Mitarbeiter Oliver Eberle verpasste bei der Quizshow „Wer wird Millionär?“ den großen Gewinn.
    Das ist ärgerlich: Unser Mitarbeiter Oliver Eberle verpasste bei der Quizshow „Wer wird Millionär?“ den großen Gewinn. Foto: Reinhold Radloff

    Der Schock saß tief und Millionen Fernsehzuschauer haben es am gestrigen Abend gesehen: Für Oliver Eberle aus Großaitingen bei Schwabmünchen platzte der Traum vom großen Gewinn wie eine Seifenblase. Vor etwa zwei Wochen war er in der Jubiläumsshow der Quizsendung „Wer wird Millionär?“ zu Gast und schaffte es tatsächlich auf den begehrten Stuhl gegenüber von Günther Jauch. Gestern strahlte RTL die Aufzeichnung aus. Am Ende wurden dem 24-Jährigen die Rechtschreibung und eine prominente Helferin zum Verhängnis.

    Dabei begann das Abenteuer verheißungsvoll. Als Letzter von fünf Auserwählten wurde Eberle gelost. Insgesamt hatte es für die Show zum 15-jährigen Bestehen 106 mögliche Kandidaten gegeben. „Ich habe eigentlich gar nicht mehr damit gerechnet“, erinnert sich Eberle.

    Um auf den Stuhl zu kommen, musste der Psychologie-Student und freie Sportreporter eine Einstiegsfrage beantworten: „Was durften Frauen im 19. Jahrhundert in Deutschland nicht?“ Sofort entschied er sich für die richtige Antwort: „Wählen“. Und schon wurde er von Jauch auf seinen Platz im Rampenlicht begleitet.

    Günther Jauch überredete ihn zu einem Joker

    Schlagartig war dort seine Lockerheit wie weggeblasen. Bevor er sich aber auf die Fragen stürzen durfte, wurde es erst einmal recht peinlich für Eberle. Denn nun spielte die Regie sein Bewerbungsvideo ein, das er zehn Tage vor der Show nach Köln geschickt hatte. In diesem schrie er spontan in die Kamera und versuchte zu allem Übel auch noch, Günther Jauch nachzumachen. „Das war das Schlimmste. Ich habe das Video aus einer Laune heraus aufgenommen und niemals gedacht, dass ich so weit komme. Dann habe ich Herrn Jauch gebeten, das Studio verlassen zu dürfen“, erzählt er. Doch der erfahrene Moderator verzog keine Miene.

    Konzentriert meisterte Eberle die ersten Hürden. Bei der 500-Euro-Frage war er jedoch noch immer wie benommen. „Was kann man im Duden finden?“ Der angespannte Eberle entschied sich für die falsche Antwort, doch Jauch half ihm. Der Moderator überredete ihn zum Publikumsjoker. 75 Prozent der Studiogäste tippten für ihn richtig: „Kann-Kind“. Geschafft, doch es sollte nicht die letzte Frage aus diesem Themenbereich gewesen sein.

    Die nächsten beiden Antworten gingen wenigstens leicht von der Hand, bis zur 4000-Euro-Frage: „Wie schreibt man nach neuer Rechtsschreibung...“. Die vier Antwortmöglichkeiten lauteten: A pieksen, B picksen, C piksen und D piecksen.

    Ein Autogramm von Günther Jauch für die Mama

    Einen Verdacht hatte der junge Großaitinger gleich und entschloss sich nach Rücksprache mit dem Moderator sicherheitshalber für den 50:50-Joker. Jetzt wurden zwei Antworten gestrichen, doch das brachte nichts. Ausgerechnet die beiden Möglichkeiten, die er selber schon ausgeschlossen hatte (B und D), fielen weg. Letzte Hoffnung war der Telefonjoker. Eberle entschied sich, RTL-Moderatorin Sonja Zietlow um Rat zu fragen. „Sie hat einen Intelligenzquotienten von 132 und deshalb habe ich mich für sie als Joker entschieden“, erzählte er danach. Die 46-Jährige riet ihm zu Antwort A: „pieksen“. Das hatte auch er vermutet. So ging er aufs Ganze, lag daneben und fiel auf 500 Euro zurück.

    Die Reaktion des Verlierers später hinter den Kulissen: „Das ist ärgerlich, aber es hat viel Spaß gemacht. Die Erfahrung kann mir keiner nehmen“, bilanziert der Student. Bei einem Millionengewinn wäre er mit seiner Familie verreist. Dafür reicht das Geld nicht, aber ein Mitbringsel hat er trotzdem. Der Student bekam ein Autogramm des Moderators für seine Mutter: „Wir sehen die Sendung oft gemeinsam und ich wollte ihr wenigstens eine kleine Freude bereiten. Sie findet Herrn Jauch sehr sympathisch.“

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden