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Kirche: Er bringt Gläubigen die großen Spielregeln bei

Kirche

Er bringt Gläubigen die großen Spielregeln bei

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    Er bringt Gläubigen die großen Spielregeln bei
    Er bringt Gläubigen die großen Spielregeln bei

    Hiltenfingen Voll besetzt war die Hiltenfinger Pfarrkirche St. Silvester am Sonntag bei der Nachprimiz – also die erste heilige Messe nach der Priesterweihe –, die Neupriester Konrad Maria Bestle zusammen mit Pfarrer Hermann Danner feierte. Gemeinsam spendeten sie anschließend den Kirchenbesuchern den Primizsegen.

    Die große Anteilnahme der Kirchengemeinden aus Hiltenfingen, Scherstetten, Konradshofen und weiterer Umgebung wertete Danner als „Zeichen der Wertschätzung für das, was wir heute feiern“. Der 27-jährige Bestle habe ein deutliches Zeichen gesetzt, dass „die Kirche jung und lebendig ist und dass sie Zukunft hat“, betonte Danner.

    Wie kann sich nur ein 18-jähriger Schüler für den Priesterberuf entscheiden? Und brauchen wir heutzutage überhaupt noch Priester? Diese Fragen habe er in der letzten Zeit oft gehört, erzählte der junge Geistliche. Die Entscheidung für das Priesteramt habe er sich nicht leicht gemacht. Er habe über verschiedene Berufe wie beispielsweise Polizist, Journalist oder Fußballschiedsrichter nachgedacht und auch einige Schnupperlehren absolviert. „Ich habe lange gerungen“, sagte Bestle.

    Eine junge Mutter habe ihm erzählt, dass ihr kleiner Bub auch Priester werden möchte, damit er jeden Tag sagen kann „Der Herr sei mit euch“. Und darauf käme es an, so Konrad Bestle. „Es ist meine Berufung, Gottes Wort zu folgen und den Menschen sichtbar zu machen, dass der Glaube etwas sehr Hoffnungsvolles und Schönes ist, dass unser Lebensprogramm sein sollte.“

    Dass Konrad Maria Bestle seine erste festliche Eucharistiefeier nach der Priesterweihe in Hiltenfingen abhielt, „hat mit der Verwandtschaft zu tun“, erzählte Pfarrer Danner: Die Großmutter des jungen Priesters war seine Cousine. „Es freut mich, dass er nicht Berufsschiedsrichter geworden ist“, meinte Danner in Anlehnung an Bestles Leidenschaft für den Fußball und seine frühere Tätigkeit als Schiedsrichter in der Landesliga. „Er hat nun seine Berufung gefunden, um den Menschen die großen Spielregeln des Gottesglaubens näherzubringen.“ Konrad Maria Bestle fängt im September seine erste Stelle als Kaplan in Markt Oberdorf an.

    Den festlichen Gottesdienst in der Kirche St. Silvester haben der Kirchenchor Scherstetten, Gudrun Pfahler an der Orgel und Werner Hämmerle an der Trompete musikalisch begleitet.

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