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Langenneufnach: Es wird ruhiger um die Asylbewerber

Langenneufnach

Es wird ruhiger um die Asylbewerber

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    Es wird ruhiger um die Asylbewerber. Der ehemalige Gasthof Post soll als Unterkunft dienen.
    Es wird ruhiger um die Asylbewerber. Der ehemalige Gasthof Post soll als Unterkunft dienen.

    Bauanträge, Stellungnahmen und Genehmigungen: Der Gemeinderat Langenneufnach widmete sich wieder den alltäglichen Dingen solcher Sitzungen. Um die geplante Asylunterkunft ist es jedenfalls ruhiger geworden. Nur drei Besucher verfolgten die jüngste Sitzung.

    Zwei Besucher meldeten sich in der Sitzung zu Wort

    Zwei meldeten sich zu Wort. Der Mann, der in der vergangenen Sitzung bereits ausführlich über die Asylunterkunft sprach, ärgerte sich diesmal über die Verwendung des Ausdrucks „Nazis und Co“, den Bürgermeister Josef Böck verwendet hatte. Böck verwies auf eine Broschüre des bayerischen Innenministeriums, die eben diesen Namen trage, und stellte klar, dass damit nicht die Bürger, sondern die NPD und diverse Untergruppierungen gemeint waren.

    Eine Bürgerin erkundigte sich anschließend exakt nach den Befugnissen des Gemeinderates in Hinsicht auf das Baurecht und die Nutzungsänderung. Böck antwortete und erklärte erneut, dass Abstandsflächen und Brandschutzkonzepte nicht vom Gemeinderat geprüft werden. Der Rat gebe lediglich eine Stellungnahme ab, das Landratsamt entscheidet aber letztlich.

    Die Sitzung verlief im Anschluss recht unspektakulär. Hier die weiteren Themen im Überblick.

    Bebauungspläne Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Aufhebung der Bebauungspläne „Nordöstlich des Friedhofes“, „Stelle“ und „Wörth“. Die Pläne sind nicht mehr zeitgemäß und zum Teil 45 Jahre alt. Die Bebauung in diesen Gebieten wird sich künftig am Baugesetzbuch orientieren und an den umliegenden Gebäuden. So sind zum Beispiel auch andere Dachformen zugelassen, Nach ausführlicher Diskussion einigte sich der Rat auf die Aufhebung. „Wir vollziehen nur, was wir die letzten Jahre sowieso genehmigt haben. Das ist die Folgerichtigkeit unseres Handelns“, sagte Zweiter Bürgermeister Gerald Eichinger.

    Stellungnahme Fischach will den Bebauungsplan „Neufnachstraße“ zum dritten Mal ändern und bat Langenneufnach als Nachbargemeinde um Stellungnahme. Der Gemeinderat hatte keine Anregungen oder Bedenken.

    Bauanträge In der Rathausstraße 66 soll ein Wohn- und Geschäftshaus umgebaut, saniert und teilweise abgerissen werden. Fünf Wohnungen und ein Geschäft sollen dort untergebracht werden. Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag zu. Ebenso wie dem Antrag auf Neubau eines Bürogebäudes mit Montagehalle und Lager der Firma Weve. Der Rat hatte dem Vorhaben bereits im Februar zugestimmt, nun änderten sich aber nochmals die Außenmaße.

    Bekanntgaben Die Blumensiedlung nimmt an einem Modellprojekt unter der Schirmherrschaft von vier bayerischen Ministerien teil. Dabei geht es um die Revitalisierung von Einfamilienhausgebieten aus den 1950er-, 60er- und 70er-Jahren. Unter 30 Bewerbungen wurde die Staudengemeinde ausgewählt. Im Sommer soll es losgehen. Was genau geplant ist, weiß noch niemand. „Das kann aber eine Chance für Langenneufnach sein“, so Bürgermeister Böck.

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