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Lagerlechfeld: Gewichtige Dokumente der Militärgeschichte

Lagerlechfeld

Gewichtige Dokumente der Militärgeschichte

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    Das Triebwerk eines Starfighters aus den 1960er Jahren ist die neue Attraktion der Militärgeschichtlichen Sammlung in der Lechfeld-Kaserne. Kommodore Oberst Stefan Scheibl und die Ehrengäste (von links) Anni Fries, Ludwig Fröhlich und Eduard Oswald interessierten sich auch für Details.
    Das Triebwerk eines Starfighters aus den 1960er Jahren ist die neue Attraktion der Militärgeschichtlichen Sammlung in der Lechfeld-Kaserne. Kommodore Oberst Stefan Scheibl und die Ehrengäste (von links) Anni Fries, Ludwig Fröhlich und Eduard Oswald interessierten sich auch für Details. Foto: Hermann Schmid

     Wenn in diesen Tagen ein Besucher aus dem politischen Berlin auf dem Lechfeld eintrifft, dann erhofft man sich weitere Aussagen über die Details der Entwicklung am Standort. Hier musste Eduard Oswald, Stimmkreisabgeordneter und Vizepräsident des Deutschen Bundestags, gestern passen. Er sei „im Dauergespräch“ mit dem zuständigen Minister de Maiziere, aber bis weitere Einzelheiten der Strukturreform der Bundeswehr feststünden, brauche man noch Zeit.

    Kommodore Oberst Stefan Scheibl sagte, wer wisse nicht, welche Veränderungen nach der NATO-Überprüfung anstehen, die im Februar und März 2013 angesetzt ist. Dennoch werde das Geschwader diesen Test seiner Leistungsfähigkeit sehr engagiert angehen, „schließen weisen meine Leute damit ihre Qualität und Leistungsfähigkeit nach“. Und die zähle auch am neuen Standort.

    Oswald war es dennoch wichtig, die Feierstunde zur Erweiterung der Militärgeschichtlichen Sammlung (MGS) in der Lechfeld-Kaserne zu besuchen. „Die Bundeswehr ist die Armee des Parlaments“, betonte der Abgeordnete, diese Tradition der Bundesrepublik gelte es hervorzuheben – und dazu trage auch die MGS bei, indem sie die wechselvolle Geschichte des Militärs auf dem Lechfeld seit 1859 zeige.

    Für die Bundeswehr als „Armee eines demokratischen Rechtsstaats“ sei es wichtig, sich auch mit der Geschichte ihrer Vorgängerarmeen auseinander zu setzen, so Oswald. Gleichwohl sei es auch möglich, sich der Militärgeschichte aus technischem Interesse heraus zu nähern, bemerkte der Abgeordnete.

    Da hat die MGS ab jetzt besonders attraktive – und schwergewichtige – Ausstellungsstücke zu bieten: Das gut sechs Meter lange Düsentriebwerk eines Starfighter 104 F, das bislang in der Ausbildungswerkstatt auf dem Fliegerhorst angehenden Fluggerätemechanikern diese komplexe Technik demonstrierte. Und ein etwa halb so großes, aber nicht weniger leistungsfähiges Tornado-Triebwerk.

    Für beide Ausstellungsstücke wurde neben dem MGS-Gebäude ein Blockhaus gebaut. Bei der Präsentation der Erweiterung lobten alle Redner das Engagement des Fördervereins Bundeswehrstandort Lechfeld, der die MGS aufgebaut hat und betreut.

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