Bobingen Zu seiner Nominierung als Bürgermeisterkandidat der CSU Bobingen kam Klaus Förster mit der Familie ins Laurentiushaus. Seine Frau und drei Kinder waren dabei, eine Tochter fehlte, die ist für ein halbes Jahr in Italien. Am Ende des Abends erhielt er alle 36 Stimmen der anwesenden Parteimitglieder und sehr viel Beifall.
Anfangs hatte er noch etwas nervös gewirkt, war sprachlos, wie er sagte, wegen des Lobs und der Vertrauensbeweise, die Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Dangl ihm in einer Einführungsrede aussprach. Doch als er sich dem Publikum von etwa 50 Zuhörern vorstellte, wich die Anspannung. Da erzählte er zunehmend lockerer insbesondere von seinen Ehrenämtern, seinen Aktivitäten als Sportler und von seiner Familie, deren Verwurzelung bereits in die Stadt und nach Reinhartshausen reiche. Im Juli wolle die Familie von Königsbrunn nach Bobingen umziehen, für ein Haus in der Siedlung ist schon der Mietvertrag unterschrieben, verrät Ortsvorsitzender Herwig Leiter.
Klaus Förster empfiehlt sich für die Aufgaben eines Bürgermeisters von Bobingen und verweist dazu auf Aufgaben, die er in der Stadtverwaltung von Königsbrunn schon meisterte. Sein Fazit: „Mein beruflicher Hintergrund ist die beste Voraussetzung, da ich viele Facetten des Berufslebens, der Kommunalpolitik und der ehrenamtlichen Arbeit kenne.“
Wenn er über Familie spricht, gehört auch die eigene Kindheit dazu mit mehreren Geschwistern und der Mutter, die diese durchbringen musste. Klaus Förster war damals klar, dass er möglichst bald Geld verdienen müsse.
Deshalb erzählte er wohl auch: „Mir ist nichts zugeflogen. Damals habe ich Verantwortung für meine Familie übernommen und auf eine gymnasiale Schulausbildung verzichtet, um Geld zu verdienen. Mein beruflicher Werdegang und somit meine jetzige Tätigkeit musste ich mir erarbeiten. Dies ist sicherlich der Grund, weshalb ich hoch motiviert bin und, eben wie ein Sportler, immer fair, aber fest entschlossen zu gewinnen.“
Der CSU-Fraktionsvorsitzende Hans-Peter Dangl hatte Förster bei der Einführung zur Nominerungsveranstaltung als die „erste Wahl“ des Ortsverbandes bezeichnet. Denn schon bevor dieser 2008 mit Stefan Buck einen Bürgermeisterkandidaten stellte, habe er Förster diese Bewerbung angetragen, erzählt Dangl. Förster habe sich jedoch mehr Zeit erbeten. Nach dem Wahlergebnis von 49 Prozent des ortsfremden Buck hätten sich alle Beteiligten versprochen, 2014 erneut mit ihm zur Kommunalwahl anzutreten. Das habe sich im vergangenen Januar durch die Vorkommnisse in Gersthofen zerschlagen. Und Buck sagte dann bekanntlich dort in seiner Heimatstadt die Kandidatur als Bürgermeister zu. Ein zweites Mal, so Dangl, habe er Förster gefragt. Und nach einer Woche habe dieser zugesagt.
Klaus Förster sei „ein Pfundskerl“, ein „Mannschaftsspieler“, habe Sachverstand, sei „hartnäckig und zielstrebig“. Sehr positiv nimmt Dangl eine Ankündigung von Bürgermeister Bernd Müller anlässlich dessen Nominierung durch die SPD auf (wir berichteten): Demnach habe Müller „dazugelernt“, zeige Respekt vor Herausforderern. Dangl schließt daraus auf einen fairen, sachlichen Wahlkampf.
Förster kündigte an diesem Abend an, mit der CSU „in eine faire und konstruktive Wahlauseinandersetzung mit dem politischen Gegenüber“ zu gehen. Ab Herbst, wenn die Liste der Stadtratskandidaten steht, will er mit der CSU Bobingen zu den Bürgern in der Stadt und den Ortsteilen gehen und diesen „eine hervorragende Mannschaft mit Ideen und Visionen präsentieren“.
Eine Themenpalette sprach er schon jetzt kurz an. Sie umfasst alle Bevölkerungsgruppen, das Ehrenamt und die Wirtschaft, Vereine, Schulen, Bildung, Jugend, die kommunale Infrastruktur und ihre Finanzierung, den Nahverkehr und die Stadtentwicklung. "Seite 4