Königsbrunn An tolle Leistungen und einen tragischen Verlust erinnerte Vorsitzender Roland Neider bei der Jahrshauptversammlung des Gewerbeverbands Königsbrunn, der dem Bund der Selbstständigen (BDS) in Bayern angeschlossen ist. Er gedachte des im vergangenen März gestorbenen Vorstandsmitglieds Walter Zeininger, der mit seinem Ideenreichtum und seiner Energie viele Aktivitäten angestoßen habe. „Wir werden ihn bei unseren Treffen noch oft vermissen.“
Neider erinnerte auch an die Gewerbeschau KöMa 2011, die an einem Wochenende im Juli mit knapp 150 Ausstellern und einem unterhaltsamen Rahmenprogramm wieder rund 25000 Besucher angezogen habe. „Das war mit Sicherheit die beste Ausstellung, die es in Königsbrunn gegeben hat.“ Er bedauerte die Entwicklung, dass nun das Begegnungsland Lech-Wertach im jährlichen Wechsel Gewerbeschauen in Bobingen, Schwabmünchen und Königsbrunn organisieren werde (siehe Bericht auf Seite 1).
Den Wegfall der KöMa sah er als Auslöser für den Mitgliederrückgang der vergangenen Monate. Zehn Prozent der ehedem rund 280 Mitglieder haben dem Gewerbeverband den Rücken gekehrt. Neider bemängelte, dass viele Mitglieder offenbar gar nicht Bescheid wissen über die Palette der Vorteile, die eine BDS-Mitgliedschaft biete.
Der Schwund erklärt aber nicht, warum nur 22 Mitglieder zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahl und Ehrungen gekommen waren. Die Anziehungskraft des Ortsverbandes bei den Mitgliedern schwanke erheblich, wurde in der Aussprache deutlich. Daran ändern offenbar auch Projekte wie eine 78 Seiten starke Anzeigenbroschüre lokaler Unternehmen oder der „Unternehmer-Stammtisch“ für aktives Netzwerken, den Angela Lukawsky alle drei Monate organisieren will, nichts.
Die Mitglieder wünschen sich Kontakte und Kommunikation
Nach den Neuwahlen – die durchwegs einstimmig (oder mit Enthaltung des Kandidaten) über die Bühne gingen – forderte Neider die Anwesenden auf, Erwartungen an den Ortsverband zu formulieren. Dabei waren vor allem die Stichworte Kontakte und Kommunikation zu hören. „Königsbrunner Bürger sollen wissen, welche Firmen es in der Stadt gibt“, nannte etwa Dieter Pfaff. Er spürt immer noch viele Mauern in der Stadt, wünscht sich aber, dass sich Königsbrunner Gewerbetreibende untereinander weiterempfehlen. „Viel Kommunikation untereinander“, gerade zwischen alteingesessenen und neuen Mitgliedern, wünscht sich Petra Zeininger-Benning. Auf „ehrliche Kommunikation“ und dass „alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, hofft Sabine Bini.
Stephan Rix, seit Jahren im Gewerbeverband aktiv, benennt den Knackpunkt: „Alle wollen, das was passiert – aber wenn es drauf ankommt, dann sind es nur wenige.“ Schritte, um hier wieder mehr Mitglieder zum Engagement zu bewegen, will der neue Vorstand des Gewerbeverbands unter Neiders Führung jetzt angehen. "Seite 1