Mittelneufnach „Neufnarria hurra“, „Theishusia helau“ und „Hipp Hipp Hurra Gaudilonia“, diese Schlachtrufe donnerten am Samstag des Öfteren durch den Saal. Mit über hundert Aktiven auf der Bühne hatten die drei Faschingsgesellschaften aus Mittelneufnach, Bad Wörishofen und Deisenhausen die Zuschauer mit ihren phantastischen Darbietungen fest im Griff.
Pünktlich um 20 Uhr startete das fast fünfstündige farbenfrohe Programm. Die Kleinsten mussten wie immer als Erste ran. Aber gewohnt sicher meisterte die Minigarde der Gastgeber ihren Marsch von Johann Strauß und heimste sofort eine Stimmungsrakete vom begeisterten Publikum ein.
Der Nachwuchshofi als Raketenzünder
Da Nachwuchshofi Alan seine Aufgabe als „Raketenzünder“ so gut machte, beschlossen die beiden Hofmarschälle Markus Miller und Stefan Wenger augenzwinkernd, dass er dies doch den ganzen Abend übernehmen könnte.
Zu den Klängen von „Fluch der Karibik“ präsentierte das Prinzenpaar Anja I. und Andy IV. seinen Prinzenwalzer. Flott ging es dann wieder mit dem Marsch der Jugendgarde weiter, ehe die Minis mit einem sehr lebhaften Blumenbeet und zwei süßen Zwergen den ersten Showblock beendeten.
Dass in den Pausen die Stimmung hoch und auch die Bühne voll blieb, dafür sorgte die Tanzband „Die Mangos“ mit Hits von damals und heute. Sie boten vom Schmuselied bis AC/DC die ganze Palette.
Absolut nicht zum Wegsperren war der Showauftritt der Jugendgarde. Die glücklosen Gauner landeten nach einem Goldraub schließlich doch im Neufnarria-Knast. Dagegen endete der Showtanz des Prinzenpaars schon erfreulicher. Der „Musikkrieg“ mit tollen Solos und Hebefiguren endete für Anja und Andy mit einem dicken Kuss. Abschließend fegte die Prinzengarde mit einem schnellen Marsch über die Bühne. Dann waren erst einmal die Gäste dran. Ganz kurzfristig kam das Arrangement mit dem DCC aus Deisenhausen zustande. Bei einem Ball des DCC in der vergangenen Woche verstanden sich die beiden Faschingsvereine so gut, dass die Karnevalisten aus der Nähe von Krumbach sofort einen Gegenbesuch zusagten. Mit ihnen ging es dann zurück in die wilden 60er-Jahre – kurioserweise in die gleiche Zeit, von der auch später der Showtanz der Prinzengarde der Neufnarria handelte. Mit Lederjacken, heißen Mädels und flotten Beats rockten sie gekonnt den Saal.
Die Gaudilonia aus Bad Wörishofen marschierte anschließend im edlen Blau auf die Bühne und bot beim modernen Gardemarsch eine Mischung aus flotten Schritten, gepaart mit dem Prinzenwalzer von Sabrina I. und Mario I. sowie einem tänzerischen Intro der Hofdamen. Märchenhaft war dann die Darbietung des Musicalklassikers „Die Schöne und das Biest“. Ob als Schöne, Biest, Leuchter oder Uhr: Die Gaudilonia verstand es, mit herrlichen Gewändern und Tanzeinlagen das Publikum zu begeistern.
Gut gebaute Jungs in engen Anzügen
Weit nach Mitternacht bildete schließlich der Elferrat der Neufnarria das Finale. Die gut gebauten Jungs in ihren engen und grellbunten Gymnastikanzügen ließen auch diesmal mit ihrem Fitnessprogramm den Lachmuskeln keine Chance. Anschließend feierten die drei Gesellschaften mit dem Narrenvolk von der Neufnach noch bis in die frühen Morgenstunden.
Mit dem Kehraus am Faschingsdienstag, 21. Februar, schließt die Neufnarria die Faschingssaison. Dieser beginnt um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Mittelneufnach. Mehr Infos im Internet unter auf www.neufnarria.de
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