Die Folgen des Badeunfalls vom Montag in der Königstherme sieht die Polizei nicht ganz so dramatisch, wie sie einige Eltern im Online-Forum unserer Zeitung geschildert haben.

Königsbrunn/Bobingen. Die Folgen des Badeunfalls vom Montag in der Königstherme sieht die Polizei nicht ganz so dramatisch, wie es einige Eltern sehen und im Online-Forum unserer Zeitung inzwischen schilderten. Das erklärte gestern der Leiter der Inspektion Bobingen, Maximilian Wellner.
Wie berichtet, hatten einige Menschen Zweifel an der bisherigen Angaben der Ermittler zum Badeunfall. Wellner stellte gestern klar: "Nach jetzigem Stand der polizeilichen Ermittlungen der Inspektion Bobingen ist kein Kind bewusstlos im Wasser gelegen. Außerdem muss die Inspektion klar dementieren, dass die Abdeckung (Fiberglasplatte) komplett durchbrochen worden wäre. Die Platte wurde als Ganzes und unbeschädigt nach dem Unfall sichergestellt."
Vernehmungen und Ermittlungen dauern noch an
Seine Kollegen hätten mittlerweile ein Ehepaar ermittelt, das sich zum Zeitpunkt des Unfalls in direkter Nähe des Auslaufes der Familienrutsche aufhielt und den Vorfall beobachtet habe. Nach deren Angaben ragten vom ersten Kind - nachdem es am Ende der Rutsche zum Stillstand gekommen war - die Beine aus dem Spalt zwischen Rutschenboden und Abdeckung hervor. "Dieses Kind konnte sich selbst befreien, während dem zweiten Kind von Badegästen geholfen wurde, sich aus der misslichen Lage zu befreien", so Wellner. Die Vernehmungen und Ermittlungen dauern noch an. Weitere Erkenntnisse will die Polizei dann nachreichen.
Wie berichtet, war die Rutsche am Montagvormittag an ihrem Auslauf noch mit einer Abdeckplatte versperrt. Diese soll nachts ein Einsteigen Unbefugter ins Gebäude verhindern. Sechs Schulkinder haben sich dort verletzt. (pit)
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