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Amazon: Pro Tag rollen 200 Lkw auf das Lechfeld zu

Amazon

Pro Tag rollen 200 Lkw auf das Lechfeld zu

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    Pro Tag rollen 200 Lkw auf das Lechfeld zu
    Pro Tag rollen 200 Lkw auf das Lechfeld zu

    Lechfeld Durch die Ansiedlung von Amazon in Graben wird der Verkehr auf dem Lechfeld mehr werden. Dies befürchtet zumindest der Verkehrsplaner Robert Ulzenhöfer. „Für die Gemeinde Graben und das Lechfeld ist die Ansiedlung sicherlich gut. Doch die Verkehrsprognosen werden sich nun verändern“, sagt Ulzenhöfer. Daher sei es sehr wichtig, dass sich nun auch Graben am Verkehrskonzept für das Lechfeld beteilige.

    Im Auftrag der Gemeinden Unter- und Obermeitingen und Klosterlechfeld hatte Ulzenhöfer im vergangenen Jahr Verkehrszählungen in den drei Gemeinden durchgeführt. Anhand der so errechneten Prognosen machte er dann Vorschläge, um die Verkehrssituation zu verbessern (wir berichteten). Graben hatte sich daran nicht beteiligt. „Damals tangierten uns die Verkehrsprobleme nur am Rande“, erklärt Grabens Bürgermeister Andreas Scharf.

    Jetzt ist die Situation eine völlig andere: Nicht nur die 1000 Arbeitsplätze werden für mehr Verkehrsaufkommen auf dem Lechfeld sorgen. Gedanken macht sich Ulzenhöfer vor allem über den Lkw-Verkehr. Nach Angaben des Landratsamtes werden pro Tag rund 200 Lkw im Zeitraum von 6 bis 22 Uhr erwartet.

    An der Haltung des Landratsamtes zu Amazon ändert dies nichts. „Wir freuen uns über die Ansiedlung von Amazon. Das zu erwartende erhöhte Verkehrsaufkommen werden wir durch eine entsprechende Infrastruktur begleiten“, sagt Landrat Martin Sailer.

    Unabhängig von Amazon hatte der Landkreis für die von der B17 vorbei an Graben nach Schwabmünchen führende Kreisstraße A30 bereits Mittel in Höhe von 130000 Euro bewilligt. Laut Landratsamt ist vorgesehen die Straße, auf der bereits jetzt viel Schwerlastverkehr unterwegs ist, zu verbreitern und den Oberbau zu verstärken. Geplant ist zudem ein Rad- und Gehweg entlang der Kreisstraße. Der Auftrag zu den Vorplanungen ist vergeben. Wann der Ausbau beginnen soll, steht aber noch nicht fest.

    Verkehrsplaner: „Lechfeld darf für Lkw nicht attraktiv werden“

    Entschieden werden muss noch, ob ein Kreisverkehr entsteht oder die Einmündung verbreitert wird und ob ein zweiter Kreisverkehr notwendig ist. Die Kosten für diese Baumaßnahmen sind noch nicht im Haushalt eingeplant. „Man muss darauf achten, dass das Lechfeld für Lkw nicht zu attraktiv wird und der Verkehr unerwünscht durch Wohngebiete fließt“, warnt jedoch der Verkehrsplaner. Über den von Ulzenhöfer befürchteten Schleichverkehr von Lkw hat Scharf nach eigenen Aussagen „keine Bedenken“.

    Der Bürgermeister rechnet damit, dass sich der meiste Lkw-Verkehr von Amazon auf der B17 abspielen wird. „Ich sehe eher einen Engpass beim Schichtwechsel, weil viele Leute, trotz geplanter Bahnhaltestelle wohl doch mit dem Auto fahren werden“, sagt Scharf. Er sieht inzwischen „einen wirklich guten Grund“, dass sich seine Gemeinde nun doch am Verkehrskonzept beteiligt. Man werde dies in der nächsten Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag besprechen.

    Amazon selbst hält sich bei der ganzen Diskussion sehr zurück. Unternehmenssprecherin Kathrin Schmitz betonte noch einmal, dass die gute Verkehrsanbindung für den Standort Graben spreche. „Unser Bestreben ist es vor allem, eine möglichst schnelle Lieferung an den Kunden sicherzustellen.“

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