Bobingen Bei der Jahresversammlung des SPD-Ortsvereins hat Bürgermeister Bernd Müller die städtische Haushaltspolitik verteidigt. Wie berichtet, konnte die Stadt den Haushaltsplan 2012 nur mit hoher Neuverschuldung aufstellen. Müller verwies auf wichtige Investitionen, die das nötig machen. „Obwohl sich die Rahmenbedingungen extrem verändert haben, wollen wir vieles in Angriff nehmen“, sagte er und nannte als Beispiele den Neubau des Feuerwehrhauses sowie die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen; mit letzteren werde sich der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung noch eingehend befassen.
Müller sprach von „erheblichen Kraftanstrengungen für Bobingen“ und wies darauf hin, dass es für den Haushalt des laufenden Jahres im Ratsgremium einen breiten Konsens gab – auch das Landratsamt habe den Etat ohne Beanstandungen genehmigt. „Wir bleiben sparsam“, versprach der Bürgermeister und kündigte mit Blick auf die zuletzt ebenfalls diskutierten freiwilligen Leistungen an, dass es auch für die örtlichen Vereine keine Extrawurst geben werde, denn es solle für alle in der Stadt gerecht zugehen.
Dafür wolle die SPD ebenso sorgen wie für ein gesellschaftliches Umfeld, in dem die Menschen sich wohlfühlen könnten. Außerdem ging es um die Zukunft des Krankenhauses oder den öffentlichen Nahverkehr. „Wie der von Bund und Ländern vernachlässigt wird, ist ein Skandal“, so Müller; es gehe nicht, Probleme einfach nach unten an die Kommunen zu delegieren.
Auf das Jahresprogramm des Ortsvereins wies Vorsitzender Otto Schurr hin. Neben Sommerfest und Tagesfahrt plant die SPD eine Vortragsreihe zu sozialen Themen.
Den Bürgermeister ehrte Schurr für 30 Jahre Parteizugehörigkeit mit einer Flasche „SPD-Wein“. Für ihre jahrzehntelange Parteizugehörigkeit wurden bei der Jahresversammlung geehrt: Yasemin Caglayan, Konrad Heiss, Gerhard Kristan, Bernd Müller, Gerhard Uhl, Max Wessinger, Horst Westie und Werner Wildegger. (stö)