Nach der Begrüßung durch 1. Vorstand Markus Kugelmann machten die Jungbläser unter der Leitung von Steffi Braxmeier den Anfang. Mit "In dulci jubilo" und dem englischen Traditional "Winds through the olive trees" sorgten sie für die passende, weihnachtliche Einstimmung.
Entführung nach Schottland und Irland
Diana Brandmeier, unter deren Fittiche die Jugendkapelle sich auf diesen Abend vorbereitet hatte, entführte die Zuhörer anschließend nach Schottland und Irland. Sowohl mit der Komposition "Highland Legend" von John Moss, als auch dem irischen Schlaflied "Deir in De" gaben die Nachwuchsmusiker ein eindrucksvolles Zeugnis ihres großartigen Leistungsstands und zogen die Anwesenden in ihren Bann.
Wer bei diesem vollen Klangteppich schon staunte, der sollte sich erst wundern, nachdem die große Kapelle unter dem Dirigat von Bernd Schmidt Platz genommen hatte und ihren Programmteil mit dem furiosen "Fanfare Prelude on Lobe den Herren" von Jim Curnow eröffnete. Daran schlossen sich zwei Werke des tschechischen Komponisten Pavel Stanek an. Zunächst erklang eine Auftragsarbeit des Blasmusikverlegers Siegfried Rundel, die zum Ziel hatte, böhmisch-mährische Volkslieder in einer viersätzigen Suite zu vereinen. Benannt nach zwei gleichlautenden Städten in Mähren und Böhmen betitelte er diese "Frydland-Suite" und fesselte die Anwesenden durch seine unbeschreiblich musikalische Vielfalt.
Danach stimmten die Blasmusikanten noch sein "Gloria Sancti" an. Höhepunkt war in diesem, wie auch schon im Vorjahr, ein Werk des amerikanischen Komponisten Steven Reineke, der es durch seine packenden Werke immer wieder schafft, dem Zuhörer klanggewaltig eine Art Film vor dessen geistigem Auge entstehen zu lassen. Sein "Pilatus-Mountains of Dragons" basiert auf einer Geschichte der Schweizer Sagenwelt, in der das gleichnamige Bergmassiv als Heimstätte von Drachen gilt und diese Drachen auch noch heilende Steine herstellen können. Sein Werk erzählt in fesselnden, musikalischen Bildern die Geschichte von Abenteurern, die sich aufmachen, jene Drachen zu bekämpfen, dabei in Lebensgefahr geraten und letztendlich durch ihre bisherigen Feinde und deren Wundersteine gerettet werden. Dieses Meisterwerk wurde grandios von den Schwarzachtalern interpretiert und das Publikum kannte vor Begeisterung fast kein Halten mehr.
Um den Bogen wieder zur weihnachtlichen Einstimmung zu spannen, erklang zum Schluss des eindrucksvollen Konzertabends die "Alpenländische Weihnacht" mit einem Arrangement der schönsten Weihnachtslieder durch den Linzer Komponisten Thomas Doss. Das Publikum entließ die Musikanten jedoch nicht ohne Zugaben, die aus zwei Klassikern bestanden, nämlich "Rudolph the red-nosed reindeer" sowie "O du fröhliche", welches gemeinsam mit dem Publikum angestimmt wurde. Durch das Programm führte Jürgen Schuster.