Reinhartshausen Schon die „Kuckucks-Oma“ aus Mickhausen liebte das Backen. In einem Schulheft sammelte sie ihre Rezepte. Den ausgefallenen Namen gaben ihr die Kinder, weil sie in der Küche eine Schwarzwälder Kuckucksuhr hängen hatte.
Sylvia Schmidt aus Reinhartshausen hat die Tradition ihrer Großmutter übernommen. Koch- und Backrezepte von der zum Teil österreichischen Familie, von Bekannten oder aus der Zeitung werden von ihr gehortet und im selbst zusammengestellten Kochbuch aufbewahrt. Unter anderem auch das für die Quark-Frucht-Torte, das in der jüngsten Ausgabe des Heftes „Zuckerguss“ erschien. Es stammt von der Tante aus Graz in Österreich – und „weil‘s so quarkig ist“, sagt sie und lacht, sei es ihre Leibspeise.
Die Hobbyköchin bäckt gerne und viel, wann immer sie Zeit findet, neben dem Pflegen der Bobinger Grundschule und dem Jugendzentrum sowie ihrer Tätigkeit als Schülerlotsin. Sonntags kommen dann Kinder und Enkelkinder sowie Freunde und Bekannte um sich auf die Leckereien zu stürzen. „Die Bude ist immer voll“, erzählt sie. Denn die Grazer Torte sei bei allen der Renner.
Schon ein Rezept bei „Herzhafte Aufläufe und delikate Eintöpfe“
Für die Reinhartshauserin ist es kein Novum, dass eines ihrer Rezepte von unserer Zeitung veröffentlicht wird. Bereits ihr Schinken-Nudelauflauf erschien im Kochbuch der Augsburger Allgemeinen „Herzhafte Aufläufe und delikate Eintöpfe“ aus dem Jahr 1999. Der Rindfleischsalat mit roten Bohnen wurde im AZ-Heft „Salatbüffet“ im Jahre 1998 abgedruckt. Und Schmidts Mutter Ursula Perstinger, mit der sie zusammenwohnt, hütet das Kochbuch „99 Spezialitäten“ unserer Zeitung aus dem Jahre 1971.
Selbst hat sich die Hobbyköchin mangels Gelegenheit noch nicht an einem anderem Kuchen aus dem neuen Zuckerguss-Heft versucht. Sobald sie aber dazu kommt, möchte sie die Äpfel-Rübli-Muffins ausprobieren und auch die Himbeer-Joghurt-Torte reizt sie.
Zunächst einmal rechnet die Familie aber fest mit der bewährten Quark-Frucht-Torte bei der anstehenden Kommunion der Enkelin. Die sei schon „ganz heiß darauf“.
Doch eigentlich, so verrät Sylvia Schmidt, gelänge ihr die Torte im Sommer am besten. Dann bekommt sie von der Schwester eingeweckte Kirschen.
Dazu holt diese jedes Jahr bei Bekannten im Raum Stuttgart 20 Kilo frisches Obst. Im Winter müssen die Kaiserkirschen aus dem Supermarkt herhalten – aber auch mit diesen schmeckt die Torte.