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Schwabmünchen tankt an der Steckdose

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    Schwabmünchen tankt an der Steckdose
    Schwabmünchen tankt an der Steckdose

    Auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hatte nach seiner China-Reise Anfang Mai Geschmack an Elektroautos gefunden. Er will Bayern mit einer Reihe von Maßnahmen zur Nummer eins machen. Und Schwabmünchen, so schwebt es zumindest Bürgermeister Müller vor, ist mit dabei.

    Bei der Neugestaltung der Innenstadt und der Konzeption für die Bebauung des ehemaligen Schorer-Grundstücks soll darauf besonderes Augenmerk gelegt werden.

    Bayern sucht Modellstadt

    Schwabmünchen hat sich nach Auskunft von Müller nun sogar als Modellstadt für ein bayerisches Vorzeigeprojekt ins Gespräch gebracht. Die Staatsregierung sucht derzeit eine Kleinstadt mit etwa 10 000 Einwohnern, in der die Elektromobilität in verschiedenen Anwendungen erprobt wird.

    Mit der Elektrostadt Schwabmünchen wird es vorerst allerdings nichts werden. Das habe eine Anfrage beim Ministerium ergeben, berichtet Müller. Trotzdem will man dranbleiben. "Ich bin überzeugt, dass in fünf bis zehn Jahren 20 Prozente der Autos elektrisch betrieben werden", sagt Lorenz Müller. Für diese Trendwende will Schwabmünchen gerüstet sein. Aus diesem Grund wird sich die Stadt um weitere Modellprojekte bemühen. Geplant sind unter anderem Elektro-Tankstellen auf dem neuen Parkplatz in der Stadtmitte. Müller hat diesbezüglich beim Energieversorger LEW bereits angeklopft.

    Stromtankstellen in der Stadt

    Ein Unternehmenssprecher bestätigt, dass entsprechende Projekte in Planung seien. Man bereite ein Produkt vor, das man gezielt Kommunen anbieten will. Konkret geht es dabei um Stromtankstellen und die dazu nötige Stromlieferung. Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht. "Wir sehen das als ganz wichtigen Bereich", betont der Unternehmenssprecher. "Es ist wichtig, dass auch die Bürgermeister das Thema bereits auf dem Radar haben."

    Frühzeitig den Trend zu erkennen und aufzugreifen sei wichtig, findet auch Lorenz Müller. Gerade in einer Phase, in der viele Bauarbeiten anstehen. "Wir können die Stadt nicht neu gestalten und hinterher wieder alles aufreißen", sagt er. Daher will man bereits jetzt vorausschauend planen. Doch es sind nicht nur praktische Gründe, die dahinterstecken. Müller spricht von einer "Appellfunktion". Wenn eine Stadt die Elektromobilität fördert, könne das auch Bürger zum Umdenken motivieren. "Man sieht dann, dass sich in dieser Richtung etwas tut", betont Müller.

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