Die Wogen im Streit um das Langenneufnacher Asylbewerberheim scheinen sich etwas zu glätten. In die geplante Unterkunft sollen nun weniger Personen einziehen. Ursprünglich angedacht waren 46 Flüchtlinge. Zudem sollen in dem alten Gasthof vermehrt Familien Zuflucht finden.
So lautet kurz zusammengefasst der Kompromiss, den Gemeinde, Landratsamt und die Regierung von Schwaben eingehen wollen. Das gab Bürgermeister Josef Böck am Dienstagabend auf der Gemeinderatssitzung bekannt. Ein kompletter Verzicht auf ein Asylbewerberheim in Langenneufnach sei hingegen nicht möglich. Zum einen wegen des hohen Aufkommens an Asylbewerbern und zum anderen „würde sich der Staat von den Stimmungsmachern der Nazis & Co erpressbar machen lassen“, so Böck.
Er und Vertreter der anderen beiden Behörden hatten sich nach der Infoveranstaltung nochmals getroffen und einen Krisenrat abgehalten. Das Haus in Langenneufnach wurde besichtigt und im Landratsamt fand ein weiteres Gespräch statt, das den genannten Kompromissvorschlag zum Ergebnis hatte. Zudem verabschiedete der Rat eine Liste mit Wünschen und Stellungnahmen. Diese Liste, die insgesamt zehn Punkte umfasst, erhält nun das Landratsamt und die Regierung von Schwaben. Den Wortlaut und mehr Informationen zum Thema lesen Sie am Donnerstag in der Schwabmünchner Allgemeine.