Bobingen Im Wald beginnen die Revierkämpfe. Noch häufiger als sonst wechselt da Wild die Einige Stellen im Landkreis Augsburg sind besonders häufig Schauplatz des Kampfes zwischen Wild und Auto, beispielsweise die Straßen in den Westlichen Wäldern und den Stauden. Hier vor allem die A13 von Bobingen in Richtung Waldberg.
Die eigentliche Gefahr droht dabei gar nicht einmal alleine von verschreckten Vierbeinern. „In der Regel sind die Unfälle durch Ausweichen schlimmer als Kollisionen durch das Wild selbst“, erklärt Wiedemanns Kollege Christian Joachim von der Polizeiinspektion Zusmarshausen. Das sehen Verkehrsexperten des ADAC ebenso. Und auch Manfred Wiedemann in Bobingen weiß aus Erfahrung einige gute Ratschläge:
Geschwindigkeit: Wenn man schon weiß, dass Brunftzeit ist und Verkehrsschilder auf Wildwechsel hinweisen, dann sollte man langsamer fahren. „Es ist ein großer Unterschied, ob man im Notfall von 100 oder von 80 Stundenkilometern abbremsen muss“, sagt Wiedemann.
Vorsicht: Wenn ein Tier über die Straße wechselt, kommt meist ein Zweites und Drittes bald hinterher. Wiedemann: „Wildtiere sind bei uns meist Rudeltiere.“ Also nicht zu früh wieder Gas geben.
Bremsen: Wenn ein Zusammenstoß droht, ist das Wichtigste: Voll bremsen. „Je höher die Geschwindigkeit, umso stärker ist die Aufprallwucht. Und umso schlimmer sind die Folgen“, erläutert der Polizist.
Spur halten: Am schlimmsten sind die Unfallfolgen meist dann, wenn das Auto ins Schleudern kommt oder sich durch einen Zusammenstoß dreht. Schleudert es dann auch noch von der Straße, verkanten sich die Felgen im Boden und der Wagen überschlägt sich.