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Schwimmen: Jetzt wird’s eng

Schwimmen

Jetzt wird’s eng

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    Dringend sanierungsbedürftig sind das Hallenbad und die dazugehörigen Nebenräume im Gymnasium Königsbrunn. Wie lange es allerdings geschlossen bleibt, das wird sich erst noch zeigen.
    Dringend sanierungsbedürftig sind das Hallenbad und die dazugehörigen Nebenräume im Gymnasium Königsbrunn. Wie lange es allerdings geschlossen bleibt, das wird sich erst noch zeigen. Foto: Reinhold Radloff

    Königsbrunn Für mindestens ein halbes Jahr geschlossen werden soll nach Auskunft des Landratsamts ab den Sommerferien das Schwimmbad des Gymnasiums Königsbrunn. Das ist natürlich für die bisherigen Nutzer (Polizei, Schule, Wasserwacht, Vereine ...) ärgerlich, denn Ausweichmöglichkeiten sind rar.

    Alle Hebel setzt der TSV Königsbrunn und mit ihm seine Schwimmabteilung in Bewegung, seit die Sanierung des Bades bekannt ist. Wo soll das Training für die 300 Mitglieder starke TSV-Sparte stattfinden? Alle Versuche, in einer anderen Schwimmhalle Asyl zu bekommen, schlugen bisher fehl.

    Es werden wohl einige Stunden gestrichen werden müssen

    Jetzt erhielt Abteilungsleiter Reinhard Hilbert von der Königstherme die Zusage, dass zumindest an zwei Tagen auf zwei Bahnen trainiert werden kann, natürlich mit Kostenbeteiligung. „Wir müssen dort etwa gleich viel zahlen wie im Gymnasiumsbad, allerdings für zwei statt sechs Bahnen und zu stark eingeschränkten Trainingszeiten“, erläutert Hilbert, der jetzt nicht weiß, wohin mit seinen vielen Trainierenden.

    Die Leistungsschwimmer sind zwar schon länger im Bad in Bobingen, da sie eine Startgemeinschaft mit der dortigen Schwimmabteilung gegründet haben. Doch für den Breitensport und die Schwimmkurse ergeben sich Probleme. „Ich weiß noch nicht, wie wir es machen. Vielleicht müssen wir einige Übungsstunden für die Dauer der Sanierung einfach streichen“, so Hilbert, der noch einen Trumpf im Ärmel hat: das Bundeswehrbad auf dem Lechfeld. „Aber da müssen wir eben immer 20 Kilometer zum Training fahren.“

    Hilbert will jetzt eine Abteilungssitzung einberufen, um zu klären, wie die möglichen Trainingszeiten genutzt werden können. Trotz aller Probleme: „Wir sind sehr froh, dass wir wenigstens in der Therme unterkommen“, so Detlef Füssel, der TSV-Vorsitzende.

    Für das Landratsamt teilte der stellvertretende Landrat im Amt Michael Püschel mit, dass der Vertrag des Vereins ohnehin zu jedem Schuljahresende ausläuft. Er betonte aber auch, dass noch nicht genau geklärt sei, wie lange die Sanierung dauern wird: „Um festzustellen, ob nicht nur die umliegenden Räume und die Wassertechnik, sondern auch das Becken saniert werden, müssen jetzt die Fachfirmen Tests und Bohrungen vornehmen. Erst dann kann endgültig gesagt werden, ob die Gesamtsanierung ein halbes Jahr oder doch länger dauert. Klar ist aber, dass wir aufgrund der bestehenden Probleme um eine Sanierung nicht umhin kommen.“

    Zu der Aussage des Vereins, man würde versuchen, einen Zuschuss wegen der anfallenden Gebühren in anderen Bädern zu bekommen, meint Püschel: „Dafür besteht keine Anspruchsgrundlage. Und ob freiwillig etwas zu machen ist, daran habe ich meine Zweifel.“

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