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NBA: Dirk Nowitzki: "Setze alles dran, den Ring zu holen"

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Dirk Nowitzki: "Setze alles dran, den Ring zu holen"

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    Dirk Nowitzki ist mit den Dallas Mavericks so gut wie nie zuvor.
    Dirk Nowitzki ist mit den Dallas Mavericks so gut wie nie zuvor. Foto: dpa

    In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (3 Uhr) starten die NBA-Finals 2011. Mit dabei ist auch Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki, der sich mit seinen Dallas Mavericks endlich den ersten NBA-Titel in seiner Karriere holen möchte. Allerdings keine leichte Aufgabe, schließlich warten die Miami Heat mit ihren drei Superstars Dwyane Wade, LeBron James und Chris Bosh. Vor diesem packenden Duell sprach unser Redakteur Dirk Sing mit dem 32-jährigen Würzburger.

    Am 25. Mai haben die Mavericks ihr letztes Match in den Conference-Finals gegen Oklahoma Thunder City absolviert. Wie haben Sie die Zeit bis zum Endspiel gegen Miami überbrückt?

    Nowitzki: Die ersten zwei, drei Tage nach unserem Sieg gegen Oklahoma haben wir schon genutzt, um zu relaxen und uns etwas zu erholen. Am Sonntag sind wir dann nach Miami geflogen und haben am Montag noch einmal gut trainiert beziehungsweise Vollgas gegeben. Von unserer Seite aus kann es jetzt losgehen.

    NBA: Dirk Nowitzki will es wissenFür viele Experten kam der Endspiel-Einzug der Dallas Mavericks schon etwas überraschend. Gab es aus Ihrer Sicht einen Knackpunkt in den Play-Offs, der Ihrem Team den Weg in die Finals letztlich geebnet hat?

    Nowitzki: Man muss wirklich sagen, dass es für uns in den Play-Offs bislang sehr gut gelaufen ist. Ein ganz wichtiger Faktor war dabei sicherlich das vierte Match in der ersten Runde gegen Portland, als wir in der zweiten Hälfte mit über 20 Punkten geführt, am Ende aber dann doch verloren haben. Ich denke, dass uns dieses negative Erlebnis letztlich richtig zusammengeschweißt und die Augen geöffnet hat. Seitdem spielen wir wirklich einen sehr guten und erfolgreichen Team-Basketball.

    Gerade im Hinblick auf die Finals wird natürlich auch viel über Ihre Person diskutiert. Holt Dirk Nowitzki nun endlich seinen ersten Ring, ist es seine letzte Chance oder muss er seine Karriere sogar ohne eine Meisterschaft irgendwann beenden. Spielen diese Gedanken auch in Ihrem Kopf eine Rolle? NBA: Interview Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks)

    Nowitzki: Nein, auf keinen Fall. Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Fakt ist ganz einfach, dass ich in der besten Mannschaft in dieser Saison stehen will, die am Ende in einer Play-Off-Serie ungeschlagen ist. Ich werde daher auch alles daran setzen, mir in diesem Jahr den Ring zu holen – und das völlig unabhängig von irgendwelchen Diskussionen.

    Was macht Sie optimistisch, dass sich die Dallas Mavericks tatsächlich die Meisterschaft sichern?

    Nowitzki: Wir sind eine sehr erfahrene Mannschaft, die weiß, was sie zu tun hat, um erfolgreich zu sein. Das war im Jahr 2006, als wir ja schon einmal im Finale gegen Miami standen, dieses jedoch verloren, noch anders. Damals haben wir nach einer 2:0-Führung nicht durchgezogen, sondern die Heat wieder zurück in diese Serie gelassen. Das wird uns diesmal mit Sicherheit nicht noch einmal passieren. Wir haben viele routinierte Jungs mit jeder Menge Talent in unserem Team, die nicht nur in den entscheidenden Phasen eine erstklassige Verteidigung spielen, sondern auch vorne immer wieder Punkte einstreuen können. Aus diesem Grund haben wir dann auch die engen und wichtigen Partien in den Play-Offs zu unseren Gunsten entschieden.

    Auf dem Parkett dürften sich – gelinde gesagt – mehrfach die Wege von Ihnen und Miamis Superstar LeBron James direkt kreuzen. Was zeichnet den Heat-Topscorer aus?

    Nowitzki: LeBron ist sicherlich einer der besten Spieler in der NBA, der zudem keine Schwächen in seinem Spiel hat. Er kann perfekt ziehen, trifft von außen, kann sehr gut verteidigen und ist zudem ein hervorragender Passgeber. Einen Akteur seines Kalibers kann man nicht alleine im „Eins-gegen-Eins“ stoppen. Diesbezüglich sind alle Spieler von uns gefordert, die gerade auf dem Feld stehen, um ihm das Punkten so schwer wie möglich zu machen. Alleine hast du schlichtweg keine Chance.

    Was auffällt: Gerade in den Play-Offs bringen Sie verstärkt Ihren einbeinigen „Fadeaway-Jumpshot“ (der Werfer springt dabei nicht nur hoch, sondern vor allem auch nach hinten, um sich Platz zu verschaffen beziehungsweise nicht geblockt zu werden) zum Einsatz. Haben Sie diesen in den vergangenen Wochen – gerade im Training – nochmals perfektioniert?

    Nowitzki: Nein, eigentlich nicht. Ich habe mir diesen Wurf vielmehr aus dem Spiel heraus angeeignet. Nachdem ich zumeist immer sehr eng verteidigt werde und ich über einen relativ schnellen Wurf verfüge, ist es ein erstklassiges Mittel, sich mit einer kurzen Bewegung Platz zu verschaffen und dadurch einen freien Schuss zu bekommen. Speziell trainiert habe ich diesen allerdings nicht.

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