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Kuhsee-Triathlon: Drei Disziplinen, ein Ziel

Kuhsee-Triathlon

Drei Disziplinen, ein Ziel

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    Teil eins des  Kuhsee-Traithlons. Die Athleten auf dem Weg in den kalten See.
    Teil eins des Kuhsee-Traithlons. Die Athleten auf dem Weg in den kalten See. Foto: Siegfried Kerpf

    Für Heike, Nicole und Daniela ist es das erste Mal. In abendlicher Runde sind die drei jungen Frauen auf die Idee gekommen, als Staffel am Augsburger Kuhsee-Triathlon teilzunehmen. „Ich bin schuld“, sagt Nicole Schwank lachend und scheut sich deshalb auch nicht, bei den „Hero Turtles“, den „heldenhaften Schildkröten“, wie sich die drei nennen, die ungeliebte Schwimmdisziplin zu übernehmen. Dabei ist es ungewohnt frisch am Morgen des 12. Hessingpark-Clinic-Triathlon-Festivals, das die Augsburger Triathletin Katja Mayer nun bereits zum zwölften Mal am Südufer des Kuhsees organisiert hat.

    12 Grad Außentemperatur, 19 Grad im Wasser – das treibt den drei Einsteigerinnen dann doch leichte Sorgenfalten auf die Stirn. Expertin Katja Mayer sieht das anders: „Super Wetter für die Triathleten, nur etwas kühl für die Zuschauer“, kommentiert sie die kühlen Juli-Temperaturen und vertraut darauf, dass ihre Veranstaltung ebenso wie die vergangenen elf Festivals erneut vom Regen verschont bleibt. Und sie hat Glück; bis auf einen kleinen Schauer stört nichts die gute Stimmung unter den 130 Helfer, den 926 Teilnehmern und den vielen Zuschauern, die die Staffeln, die Einzelstarter und am frühen Nachmittag auch die Kinder an der Strecke anfeuern.

    „Brutal kaltes“ Wasser

    Obwohl es Stunde für Stunde wärmer wird, zittert Nicole wie Espenlaub, als sie nach dem Schwimmkurs von 500 Metern aus dem Wasser hechtet und den Zeit-Chip an ihre radelnde Staffelpartnerin Heike Hietsch weiterreicht. „Es war brutal kalt“, stöhnt sie. Doch beim Anfeuern ihrer Teamkameradinnen wird ihr schnell wieder warm. „Nur nicht Letzter werden“, haben sich die jungen Frauen zum Ziel gesetzt. Das scheinen sie zu schaffen, denn als Heike den „Staffel-Chip“ an Läuferin Daniela Kisch übergibt, stehen noch mehrere Sportler in der Wechselzone. Die Premiere der Turtles gelingt: nach 1:xx Stunden liegen sich die drei jubelnd in den Armen. Der erste Staffel-Triathlon ist geschafft und mit Platz 79. unter 89 sind sie nicht Letzte geworden. „Das war nicht das letzte Mal“, versprechen sie voll Euphorie.

    Fünf Kilometer im Fackelschein

    Wer könnte das besser verstehen als Michael Ruf. Der Schwimmer vom TSV Gersthofen ist im Gegensatz zu den Newcomerinnen schon lange vom Augsburger Kuhsee-Triathlon infiziert. Seit 1998 nimmt er jedes Jahr als Einzelstarter teil. Doch damit nicht genug. Ruf ist einer von vielen Athleten, die am Abend vor dem Triathlon auch noch den Nachtlauf über fünf Kilometer im Fackelschein rund um den Kuhsee absolvieren. „Man hat doch dazwischen genügend Zeit sich auszuruhen“, nimmt er die sportliche Belastung der „Night & Day“-Wertung ganz locker. Anders Karsten Stolte. „Das ist schon anstrengend. Es zieht in den Beinen“, gibt der Augsburger zu, der am Ende in der „Night & Day“-Wertung auf Rang xx beendet.

    Ebenfalls großes Routiniers sind Harald Dreher und sein erst fünfjähriger Sohn David, der als Dritter bei der Junior Challenge in Roth ins Ziel lief. „Wir sind jedes Wochenende unterwegs. Wenn ich starte, will der Junge auch“, begründet Vater Harald die Teilnahme am Augsburger Triathlon, der einen festen Platz im Wettkampfkalender der beiden Memminger hat. Schließlich können sich hier alle an den drei Disziplinen ausprobieren – vom wettkampferprobten Routinier über mutige Einsteiger bis hinzu den sportbegeisterten Kindern.

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