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08. September 2010 07:21 Uhr

Deutschland gegen Aserbaidschan

Jogi Löw hatte gestern Abend richtig Spaß

Jogi Löw hatte richtig Spaß beim Spiel seiner Elf gegen Aserbaidschan. Einen Spieler lobte der Nationaltrainer besonders.

Jogi Löw und Berti Vogts.

Nach dem Jubel über das Schützenfest gegen Aserbaidschan ging der Blick sofort nach vorn. Am 8. Oktober in Berlin empfängt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach dem optimalen Sechs-Punkte-Start in die EM-Qualifikation die ebenfalls noch verlustpunktfreie Türkei.

«Jetzt kommt ein wichtiges Spiel, und das wollen wir natürlich gewinnen», erklärte Joachim Löw.

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Das deutliche 6:1 hatte nicht nur den 43 751 Zuschauern in der Kölner Arena, sondern auch dem Bundestrainer Spaß gemacht: «Es war auf jeden Fall gegen diesen defensiv eingestellten Gegner eine enorme Spiel- und Kombinationsfreude zu sehen. Wir hatten viele gute Szenen und Chancen, haben sechs Tore erzielt.» Auch wenn der klare Erfolg über den 105. der Weltrangliste auf dem Weg zur EURO 2012 in Polen und der Ukraine sicher kein Maßstab war, gehen Lukas Podolski & Co. erst einmal zufrieden zurück zu ihren Vereinen.

«Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute ein gutes Spiel gemacht», meinte Podolski, der nach der jüngsten Kritik in seinem Kölner «Wohnzimmer» einen starken Auftritt hinlegte. «Jeder hat gesehen, dass Lukas eine andere Dynamik gezeigt hat. Das macht ihn auch stark», lobte Löw den Stürmer, der nun schon 41 Länderspiel-Tore erzielt hat. Der Münchner Miroslav Klose erhöhte seine Treffer-Anzahl im DFB-Trikot durch seinen Doppelpack sogar auf 55. Damit zog der 32-Jährige in der ewigen deutschen Torjägerliste mit dem DDR-Internationalen Joachim Streich als Zweitem gleich.

Neben Klose (2) und Podolski zeichneten sich beim WM-Dritten noch Heiko Westermann und der starke Münchner Innenverteidiger Holger Badstuber als Torschützen aus. Dazu kam ein Eigentor der Gäste aus Aserbaidschan, die bei ihrem Ehrentreffer auch von einem Patzer des Schalker Torwarts Manuel Neuer profitierten. «Man hat der Mannschaft angemerkt, dass es ihr Spaß macht. Sie hat auch nach dem 3:0 nicht nachgelassen», sagte Löw.

Große Aussagekraft hat der klare Sieg gegen das überforderte Team von Ex-Bundestrainer Berti Vogts und die damit übernommene Spitzenposition in EM-Gruppe A für Löw allerdings noch nicht. «Dass die Türkei gegen Belgien gewinnt, war auch zu erwarten. Wir stehen am Anfang dieser Qualifikation», erinnerte der 50-Jährige. In den nächsten Wochen will er einen Plan für den nächsten Doppelspieltag gegen die Türkei, die nach einem 3:2-Sieg gegen Belgien wie Deutschland auf sechs Punkte verweisen kann, und in Kasachstan im Oktober entwerfen.

Ob dann Kapitän Michael Ballack, auf den Löw gegen Belgien (1:0) und gegen Aserbaidschan nach langer Verletzungspause des Leverkuseners noch verzichtet hatte, wieder in den Kader zurückkehrt, ließ der DFB-Chefcoach noch offen. «Das ist jetzt nicht das Thema. Es gibt viele Spiele bis Oktober. Er hat erst zwei Bundesliga-Spiele bestritten. Es ist völlig normal, wenn ein Spieler nach drei Monaten Pause eine gewisse Zeit braucht», erklärte Löw zurückhaltend. dpa

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