Kurze Zeit nach dem Streit zwischen Muslimen und dem FC Schalke bricht in Kaiserslautern der nächste Zoffzwischen Sport und Religion aus.

Kaiserslautern (AZ) - Kurze Zeit nach dem Streit zwischen Muslimen und dem FC Schalke 04 über das Vereinslied der Schalker bricht in der Pfalz der nächste Zoff zwischen Sport und Religion aus. Eine neue Dauerkarten-Werbeaktion des Zweitligisten stößt in der Evangelischen Kirche auf Kritik.
Der Verein bewirbt mit dem Spruch "Betze unser, Dein Pakt mit den Roten Teufeln" die Dauerkarten. Was dem einen eine teuflische Freude bereitet, lässt die evangelische Kirche glutrot anlaufen.
Der für Sport zuständige Dezernent des Landeskirchenrats, Gottfried Müller, findet gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) die Aktion nur "geschmacklos". Er könne die Betroffenheit von Christen gut verstehen.
Auch der ehemalige Präsident des 1. FC Kaiserslautern, Kirchenrat Udo Sopp, habe laut epd Verständnis für die Aufregung um die Werbeaktion. Mit dem zentralen christlichen Gebet solle nicht so leichtfertig umgegangen werden. Nicht nur religiöse Gefühle von Muslimen könnten verletzt werden, so Sopp laut epd, auch die eigene religiöse Tradition müsse geachtet werden.
Der FCK selbst versteht die Aufregung nicht. Club-Sprecher Christian Gruber wies die Vorwürfe gegenüber dem SWR zurück: Die Kampagne sei unter anderem mit dem Bistum Speyer abgesprochen gewesen. "Auf keinen Fall wollten wir den Verein oder den Betzenberg mit Gott gleichsetzen."
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