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11. Ausgabe des Spektakels: Kuhsee-Triathlon: Gedränge im warmen Wasser

11. Ausgabe des Spektakels

Kuhsee-Triathlon: Gedränge im warmen Wasser

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    Kuhsee Triathlon, 2010
    Kuhsee Triathlon, 2010 Foto: Michael Hochgemuth

    In der Zeit nach dem Wettkampf schlägt für gewöhnlich die Stunde der Sieger. Dann sieht man ein kaum zu bändigendes Glücksgefühl, das irgendwie seine Bahn sucht.

    Sei es durch einen ausgelassenen und einfallsreichen Jubel, Tänze oder einen befreienden Urschrei. Dazu kommen meist gelöste und süffisante Kommentare. Bei den Verlierern, die oftmals ab Platz zwei beginnen, herrscht dagegen Ernüchterung und Enttäuschung. Kein Kommentar, wenn dann ein kurzer Fluch.

    Das Hessingpark-Clinic-Kuhsee-Triathlon-Festival gehört nicht zu dieser Kategorie. Auch im elften Jahr zeigte sich gestern, dass Sieger und Besiegte miteinander jubeln können und ein Platz im Mittelfeld viel wert sein kann.

    Im orangefarbenen Hessingpark-Dorf war er ein Farbtupfer. Der Schlussläufer des schnellsten Teams, Fujitsu Siemens, Erwin Mammensohn, lief mit großem Vorsprung im roten Oberteil ein. Sein Radfahrer, Mario Bez, schritt strahlend nebenher, bis im Ziel mit Schwimmer Walter Kraus der dritte im Bunde zum gemeinsamen Siegestanz bat. Gar Arm in Arm liefen Marius Jante und Thomas Bittmann auf Rang drei und vier der Teambewerbe ins Ziel.

    Jubeln trotz Rang 100 von 130, das bewies auch die Staffel AH-Power aus Leitershofen mit Sekt und Bier. Zum ersten Mal waren die drei Hobbyfußballer, die ihre eigene Art der Vorbereitung hatten, beim Kuhsee-Triathlon am Start. Siegfried Keller, Marcel Bertele und Jürgen Liebe liefen freitags und samstags noch für die Alten Herren auf dem Fußballplatz auf. "Wir sind ja fit, es ist aber noch Luft nach oben", sagte der 36-jährige Bertele nach dem Wettkampf.

    Zum Warmmachen vor dem Start reichte den dreien der Lauf vom Parkplatz zum Start und auch das angebotene Warm-up mit der Fitnesstrainerin Cilly. "Da haben wir voll mitgemacht", berichtet Siegfried Keller schelmisch. Er trat für sein Team mit dem Fahrradhelm seiner Tochter in die Pedale. Dabei führte er gleich auch noch eine vierte Disziplin ein, wie seine Mitstreiter ironisch bemerkten. Der 46-jährige Oldie im Team machte einen kurzen Abstecher an den benachbarten Nacktbadestrand. Dennoch reichte es ganz knapp zum anvisierten Platz in den Top 100. "Wichtig war für uns die Herausforderung, der olympische Gedanke trägt uns", meinte Läufer Liebe (43). Gemeinsam schickten sie eine Kampfansage an die Konkurrenz für das nächste Jahr. "Die, die vor uns waren, sollen sich warm anziehen." Dass sie erneut kommen, ist für die drei keine Frage, schließlich sind sie wie ihre Konkurrenz für die Veranstaltung und die Organisatoren um Katja Maier voll des Lobes.

    Ein Grinsen konnte sich auch Oliver Schwarz nicht verkneifen. Nicht aber, weil er mit seinem Team "Wadlbeißer" Zehnter wurde, vielmehr weil er seinen Leitershofener AH-Kollegen Marcel Bertele im Wasser in den Schatten stellte. "Mir war wichtig, vor Celli zu landen, sonst war ich nur wegen dem Spaß an der Sache dabei", verriet der 40-jährige Schwimmmeister.

    Die Veranstaltung hatte abermals gutes Wetter, und der Kuhsee war bis zu 24 Grad warm. Noch bis Samstagnachmittag hatte der Himmel die Schleusen geöffnet. Mit Veranstaltungsbeginn blieb es erneut trocken, wie Sportreferent Peter Grab betonte, bevor er den Startschuss für das Jedermann-Rennen gab. "Katja Maier hat es zum elften Mal geschafft, dass schönes Wetter ist, da hat sie fast eine Garantie." Von Erich Wörishofer

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