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20. März 2010 17:00 Uhr

Langläufer Sachenbacher-Stehle und Angerer stark

Falun (dpa) - Tobias Angerer stürmte auf das Podest, Evi Sachenbacher-Stehle unterstrich ihre starke Form zum Saisonende: Im vorletzten Weltcup-Rennen dieses Winters ließen die beiden Bayern erneut aufhorchen.

Langläufer Sachenbacher-Stehle und Angerer stark
Foto: DPA

Im schwedischen Falun musste Angerer in der Doppelverfolgung über 20 Kilometer nur dem 50-Kilometer- Olympiasieger Petter Northug den Vortritt lassen, der wieder einmal auf der Zielgeraden im Spurt nicht zu bezwingen war. Der Norweger strebt nun ebenso den Gesamtsieg des Weltcups-Finals über vier Etappen an wie bei den Damen seine Ländsfrau Marit Björgen. Sie setzte sich in der 10-Kilometer-Doppelverfolgung sicher durch und hat vor dem 10-Kilometer-Verfolgsrennen bereits 50 Sekunden Vorsprung vor der Weltcup-Gesamtsiegerin Justyna Kowalczyk aus Polen. Evi Sachenbacher-Stehle gewann den Spurt des Verfolgerfeldes und sicherte sich Platz fünf.

«Es war wieder ein Traum, hier in Falun zu laufen. Die Strecke gehört zu meinen Lieblingsstrecken und die Doppelverfolgung liebe ich auch. Und diesmal stimmte auch das Material», meinte Angerer, der eingangs der Zielgeraden noch geführt hatte. «Wie Northug drauf ist, wissen wir alle. Deshalb ist es nicht so schlimm, gegen ihn zu verlieren», sagte der Vachendorfer, der im Rennverlauf auf Führungsarbeit verzichtet hatte. «Ich hatte mich im klassischen Teil sehr wohlgefühlt, beim Skaten ging es etwas schwerer. Zum Glück war das Tempo nicht so hoch. Da ich wusste, dass ich im Spurt Körner brauche, habe ich mich zurückgehalten», meinte der Olympia-Zweite in dieser Disziplin.

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Völlig neben sich stand derweil Axel Teichmann. Der Bad Lobensteiner wurde gleich zu Beginn ganz nach hinten durchgereicht, weil er dem Gewühl beim Massenstart aus dem Weg gehen wollte. Doch auch im hinteren Teil der Strecke gab es Probleme. Teichmann wurde in einen Massensturz verwickelt, kam völlig aus dem Rhythmus und hatte keine Chance mehr, nach vorn zu laufen. Am Ende wurde er 43. und vergab damit alle Chancen auf eine vordere Platzierung in der Gesamtwertung der vier Etappen umfassenden Final-Tour.

Dafür drehte René Sommerfeldt im vorletzten Rennen seiner Karriere noch einmal mächtig auf. Der Oberwiesenthaler, nach zwei Etappen auf Rang 53, ging im Skating an seine Grenzen und wurde noch 18.

«Leider ging es auf der Skating-Distanz nicht ganz so flott wie im klassischen teil», berichtete Sachenbacher-Stehle. Der stumpfe Schnee raubte viele Kräfte. «Ich habe versucht, mich in den Abfahrten zu erholen und im Spurt dann das Letzte aus mir herauszuholen», berichtete sie. Zuvor war sie mit Steffi Böhler (Ibach) und Katrin Zeller (Oberstdorf) auf den ersten fünf Kilometern förmlich durch die Loipe geflogen. Böhler kam als Erste zum Skiwechsel, Zeller als Sechste. Doch beide mussten dem Tempo Tribut zollen, während Sachenbacher-Stehle ihre starke Form zum Saisonende erneut unter Beweis stellte.

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