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Frauen-WM: Prinz wohl gegen Frankreich auf der Bank

Frauen-WM

Prinz wohl gegen Frankreich auf der Bank

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    Birgit Prinz beim Training in Gladbach vor dem Spiel gegen Frankreich.
    Birgit Prinz beim Training in Gladbach vor dem Spiel gegen Frankreich. Foto: dpa

    Spielt sie oder spielt sie nicht? Die Frage nach dem Einsatz von Birgit Prinz in der Startelf gegen Frankreich kann man mittlerweile zu 99 Prozent mit "Nein" beantworten. Zu viel spricht gegen ihren Einsatz.

    "Gute Gespräche" mit Neid

    Während der ersten beiden Gruppenspiele konnte Prinz nicht überzeugen und erntete harsche Kritik aus den Medien. Das und ihr eigener Anspruch an sich selbst machten ihr zu schaffen und hemmten sie zusätzlich. Daher verordnete ihr die Bundestrainerin jetzt eine Denkpause.

    Den größten Fingerzeig in diese Richtung gab die Bundestrainerin Silvia Neid selbst. Bei der gestrigen Pressekonferenz sagte sie: "Ich hatte ganz gute Gespräche mit ihr und wir sehen das beide ähnlich". Zumal Neid zugab, Prinz habe sich die spielfreien Tage am Wochenende "ein bisschen rausgehalten". Es gehe ihr jetzt "sehr, sehr viel besser".

    Und wann wäre eine Spielpause akzeptabler als bei einem Spiel, in dem es nur noch um den Gruppensieg geht. Mit den beiden Siegen gegen Kanada und Nigeria steht die deutsche Elf bereits im Viertelfinale. Die Partie gegen Frankreich entscheidet nur noch über ersten und zweiten Platz der Vorrundengruppe. Kein äußerst wichtiges Spiel also, auf das Prinz auch verzichten kann.

    Auch Siegfried Dieter, Manager ihres Clubs 1. FFC Frankfurt, vermutet Prinz auf der Bank, "Es ist der momentanen Situation geschuldet. Ich denke, dass sie eine Auszeit bekommt, um sie aus der Schusslinie zu nehmen". Einen Verzicht auf die Rekordnationalspielerin empfinde er nicht als Demontage. "Es ist auch eine Chance für sie, sich danach zu rehabilitieren. Im Viertelfinale ist sie bestimmt wieder dabei."

    Heimspiel für Bajramaj

    Melanie Behringer, die sich gegen Nigeria eine Bänderdehnung zugezogen hat, scheint wieder spieltüchtig zu sein. Beim gestrigen Training stand die Mittelfeldspielerin wie gewohnt eine Stunde auf dem Platz und schoss jeden Ball. Behringers Schmerzen im Fuß, von denen Neid noch während der Pressekonferenz sprach, können also nicht so schlimm sein. Trotzdem bekommt stattdessen wohl Lira Bajramaj eine Chance in der Startelf.

    Neid möchte ihrem Medienstar das Spiel vor heimischen Publikum gönnen. Die Kosovo-Deutsche Bajramaj wohnt in Mönchengladbach, dem Austragungsort der Partie.  (mit dpa)

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