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Formel 1: Red-Bull-Zoff: Vettel kann nicht mehr mit Webbers Hilfe rechnen

Formel 1

Red-Bull-Zoff: Vettel kann nicht mehr mit Webbers Hilfe rechnen

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    Die Wurzel des Übels: Sebastian Vettel (links) zieht an seinem Teamkollegen Mark Webber vorbei, obwohl er Teamweisung hatte, hinter Webber zu bleiben.
    Die Wurzel des Übels: Sebastian Vettel (links) zieht an seinem Teamkollegen Mark Webber vorbei, obwohl er Teamweisung hatte, hinter Webber zu bleiben. Foto: Hazrin Yeob Men Shah, dpa

    Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko rechnet nicht mit einer Wiederholung des Zoffs von Malaysia. Der ehemalige Rennfahrer, der mit Sebastian Vettel gut befreundet ist, stellte aber auch klar, dass der dreimalige Formel-1-Weltmeister in vergleichbaren Situationen "sein Ego ändern" müsse. "Die Grenze für den Fahrer ist dann gegeben, wenn es um Teaminteressen geht. Da hat der Fahrer zurückzustecken", betonte Marko am Montagabend beim österreichischen Privatsender ServusTV.

    Vettel hatte sich der Order seines Rennstalls beim Großen Preis von Malaysia am Sonntag aber widersetzt und Teamkollege Mark Webber überholt. Am Ende siegte Vettel vor dem Australier. "Sebastian war nach dem Rennen bedrückt", erzählte Marko.

    Vettel entschuldigte sich beim Team

    Der Heppenheimer sei selbst überrascht von seiner Radikalität gewesen, mit der er vorgegangen ist. "Ich glaube nicht, dass er das noch einmal machen wird", meinte Marko, demzufolge es bei der Nachbesprechung des heiß diskutierten Rennens auch zum Handshake zwischen Vettel und Webber gekommen sei. Der Deutsche hatte sich zudem auch beim gesamten Team für sein Verhalten entschuldigt. Das Team forderte aber weitere Gespräche.

    Doch auch Mark Webber zeigte sich nach dem Überholmanöver nicht von seiner besten Seite: Fernsehbilder zeigen, wie er bei 231 Stundenkilometern dem dreisten Vettel seinen Mittelfinger hinterher streckte.

    Formel-1-Chef: Zu diesem Zeitpunkt war Stallorder unnötig

    Formel 1: Das ist Sebastian Vettel

    Team: Ferrari

    Geburtsdatum: 03. Juli 1987 Geburtsort: Heppenheim (Deutschland) Wohnort: Kemmental (Schweiz)

    Größe: 1,74 m Gewicht: 64 kg, Familie: ledig

    F1-Debüt: USA 2007 Erster GP-Sieg: GP Italien September 2008

    Größte Erfolge: Weltmeister 2010, 2011,2012 und 2013 - jüngster Vierfach-Weltmeister aller Zeiten

    Bisherige Teams: BMW Sauber (Testfahrer 2006-07), Scuderia Toro Rosso (2007-08), Red Bull (2009-14), ab 2015 Ferrari

    Stärken: Sebastian Vettel ist nahezu der perfekte Rennfahrer: Er ist konzentriert auf den Punkt, nervenstark und wahnsinnig schnell. Zudem ist er, wenn es drauf ankommt, immer voll fokussiert und lässt sich von nichts ablenken. Der Heppenheimer kann ein Rennen von vorne aus dominieren. Trotz seiner erfolgreichen Jahre bleibt Vettel wissbegierig und stets bescheiden. Er ist ein Wettkampf-Typ bis in die Haarspitzen.

    Schwächen: Sebastian Vettel hat eigentlich so gut wie keine Schwächen. Im dichten Verkehr ist er manchmal fehleranfällig. Außerdem kann er außerordentlich schlecht verlieren, wenn dies denn bei Hochleistungssportlern überhaupt eine Schwäche ist.

    Der Vierfach-Weltmeister hat eine Schwäche für Frauennamen. Vettel verpasste seinen Formel-1-Flitzern in den letzten Jahren nämlich stets weibliche Kosenamen.

    Nach Ansicht von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone braucht Vettel jetzt nicht mehr mit der Unterstützung vom Teamkollegen zu rechnen. "Vielleicht gibt es einen Punkt, wenn er gern die Hilfe von Mark hätte. Aber ich denke nicht, dass Mark dann kommt und das auch macht", sagte Ecclestone der britischen Zeitung "The Telegraph". Der Brite nutzte die Gelegenheit, um auch seinen Unmut über die Teamanweisungen bereits im zweiten Saisonlauf zu äußern und vor allem das Verhalten von Mercedes zu kritisieren.

    "Zu diesem Zeitpunkt der WM glaube ich nicht, dass es überhaupt eine Teamorder geben sollte. Ganz egal bei wem", sagte Ecclestone, nachdem das Rennen in Sepang in der Schlussphase durch die Befehle von der Box bestimmt worden war.

    Formel 1: Die Teams und Fahrer 2013

    RED BULL: Sebastian Vettel (Heppenheim)/Mark Webber (Australien)

    FERRARI: Fernando Alonso (Spanien)/Felipe Massa

    MCLAREN-MERCEDES: Jenson Button (Großbritannien)/Sergio Perez (Mexiko)

    LOTUS: Kimi Räikkönen (Finnland)/Romain Grosjean (Frankreich)

    MERCEDES AMG: Nico Rosberg (Wiesbaden)/Lewis Hamilton (Großbritannien)

    SAUBER: Nico Hülkenberg (Emmerich)/Esteban Gutierrez (Mexico)

    FORCE INDIA: Paul di Resta (Großbritannien)/Adrian Sutil (Gräfelfing)

    WILLIAMS: Pastor Maldonado (Venezuela)/Valtteri Bottas (Finnland)

    TORO ROSSO: Daniel Ricciardo (Australien)/Jean-Eric Vergne (Frankreich)

    CATERHAM: Charles Pic (Frankreich)/Giedo van der Garde (Niederlande)

    MARUSSIA: Max Chilton (Großbritannien/Jules Bianchi (Frankreich)

    Landsmann Nico Rosberg war indes brav auf Mercedes-Geheiß hinter seinem drittplatzierten Stallrivalen Lewis Hamilton geblieben. "Ich war enttäuscht, dass Mercedes Nico nicht hat überholen lassen", betonte Ecclestone und sprach von einer "dummen Entscheidung".  nbr-, dpa

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