Wetter
Do.
-4°C
Wetter
Fr.
-9°C

24. Juni 2009 18:35 Uhr

Confederations Cup

Schilder warnen vor Entführungen

Dass Südafrika das gefährlichste Land der Welt ist, spüren auch Medienvertreter während des Confederations Cups. Von Wolfgang Jost Von Wolfgang Jost.

confederations_cup_sicherheit

Von Wolfgang Jost. Pretoria - Am südlichen Stadtrand von Pretoria steht eine 30 Meter hohe Brücke allein in der Landschaft. Irgendwann wird sie mit einer Trasse verbunden sein, dann wird der "Gautrain" fahren, ein Schnellzug, der Pretoria und Johannesburg verbindet und Südafrikas erstes großes Nahverkehrsprojekt sein wird.

"Wir erwarten, dass er bis zur WM nächstes Jahr fährt", sagt Danny Jordaan, der Chef des WM-Organisationskomitees. Bis dahin fährt man Tag für Tag mit dem Auto unter der Brücke durch auf die N 1 und staut auf der vierspurigen Autobahn morgens bis zu zwei Stunden die 59 Kilometer von der Regierungshauptstadt Pretoria in die Metropole Johannesburg.

ANZEIGE

An der Stoppstelle vor der Brücke ist ein Warnschild aufgestellt. "Hijacking Hotspot" steht darauf - Entführungsschwerpunkt. Morgens sieht man ab und zu Glassplitter dort liegen und am Straßenrand schwere Feldsteine. Dann kann man sich ausmalen, was hier nächtens passiert ist. "Carnapping", Autos überfallen, steht in Südafrikas Kriminalitätsstatistik sehr weit oben.

Der Autor ist froh, dass der Kollege, mit dem er während des Confederations Cup unterwegs ist, ein sehr sicheres Auto hat. Die Scheiben wurden mit Titan beschichtet. Sie halten jetzt sechs bis acht Schläge mit Feldsteinen aus. Der ebenso beliebte Versuch, eine Zündkerze als Schlagwaffe gegen Autoscheiben einzusetzen, sei vor kurzem grandios gescheitert, sagt der Kollege stolz. Ja, man muss vorsichtig sein im kriminellsten Land der Erde. Roland Zorn, Reporter der FAZ, der vor einigen Tagen am Stadion in Pretoria aufgefordert wurde, sein Geld herzugeben, was er nicht tat, weil beide Täter unbewaffnet waren, hatte außer Acht gelassen, dass es bereits nach Mitternacht war. Um diese Zeit ist das Pressezentrum kaum und der Parkplatz gar nicht mehr bewacht.

Auch Reuters-Korrespondent Mike Collet war glimpflich davongekommen, als eine Streife ihn nachts stoppte, dubiose Vorwürfe erhob und mit 400 Rand (etwa 38 Euro) Wiedergutmachung dann zufrieden war und ihn zum Hotel geleitete. In den Quartieren der Brasilianer und Ägypter indes ist man sauer. Brasilien-Coach Dunga und Verteidiger Kleberson beklagen Geldverlust, der bei den ägyptischen Spielern mit 2400 Euro auch recht happig ausgefallen ist.

Fikile Mbalula, der Deputy des Polizeiministers aber sprach vor der Presse aus aller Welt nur von "einzelnen Vorfällen" oder "unglücklichen Unfällen" und sagte: "Die Sicherheit ist intakt." Auf die Frage, ob es in Südafrika "No-go-Areas" gebe, wo man als Fremder nicht hingehen könne, antworte er: "Es gibt keine No-go-Areas, es gibt nur high-alert-areas", also "Hoch-Alarm-Zonen". Wir werden beide meiden!

Artikel kommentieren


Förg Sport-Outlet

Sport: Das schreiben die anderen

Die Augsburger Allgemeine ist nicht für externe Beiträge verantwortlich.


Pistenreport Saison 2011/12

Die Augsburger Viererkette


Spieltag/Tabelle
1. Bundesliga
Pl.VereinSp.Pkte.Diff.
1Borussia Dortmund204331
2FC Bayern München204133
3FC Schalke 04204121
4Borussia Mönchengladbach204019
5Werder Bremen2032-1
6Bayer Leverkusen20311
7Hannover 962030-2
81899 Hoffenheim2024-2
91. FC Köln2024-11
10VfL Wolfsburg2024-12
11VfB Stuttgart2023-2
12Hamburger SV2023-9
131. FSV Mainz 052022-6
141. FC Nürnberg2021-12
15Hertha BSC Berlin2020-6
161. FC Kaiserslautern2018-9
17FC Augsburg2017-14
18SC Freiburg2017-19
Spieltag/Tabelle
2. Bundesliga