Michael Schumacher ist weiterhin fest entschlossen, an die Spitze der Formel 1 zurückzukehren. «Wir haben unser Ziel und das ist, Mercedes in der Zukunft zum Sieger und Champion zu machen. Dafür bin ich gekommen und das will ich erreichen», bekräftigte der Rekordweltmeister vor dem Saisonauftakt in Melbourne.
Schumacher - der Mensch gewordene Ehrgeiz
Beim Großen Preis von Australien rechnen sich die Silberpfeile aber noch nicht den ersten Sieg seit der Übernahme des BrawnGP-Team vor gut zwei Jahren aus. «Das ist ein bisschen zu optimistisch», meinte Teamchef Ross Brawn am Donnerstag bei einem Pressemeeting.
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Die deutsche Piloten-Fraktion ist auch in der neuen Saison die größte in der Formel 1. Ein schwarz-rot-goldenes Renn-Quintett geht an den Start, angeführt von Titelverteidiger Sebastian Vettel. Die Aussichten der deutschen Fahrer im Überblick:
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Sebastian VETTEL: Der Top-Favorit. Im Red Bull nimmt der Hesse Kurs auf seinen dritten Titel in Serie. Das haben vor ihm nur Juan Manuel Fangio und Michael Schumacher geschafft.
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Nico ROSBERG: Der Unvollendete. Rosberg ist vielleicht der beste Fahrer im Feld, der noch nie einen Grand Prix gewonnen hat. Im dritten Jahr bei Mercedes sind die Hoffnungen größer denn je. Einen neuen Langzeit-Vertrag hat er schon. Nun muss er Erfolge liefern.
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Michael SCHUMACHER: Die Ikone. Es könnte sein letztes Formel-1-Jahr sein. Nur wenn der Silberpfeil endlich vorn mitfahren kann, dürfte der Rekordchampion über eine weitere Verlängerung seiner Karriere nachdenken. Das könnte Unruhe bringen.
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Nico HÜLKENBERG: Der Rückkehrer. Nach einem Jahr Zwangspause hat «Hulk» Landsmann Adrian Sutil bei Force India verdrängt. Sein Talent ist unbestritten, die Testfahrten waren vielversprechend. Hülkenberg ist wieder für Überraschungen gut.
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Timo GLOCK: Der Hinterbänkler. Glock steckt in der Karriere-Sackgasse. Beim klammen Marussia-Team geht es nicht voran. Der Odenwälder konnte das neue Auto vor Saisonstart nicht testen. Ankommen ist auch im dritten Jahr hintereinander das einzige Ziel.
Dennoch befinde sich das Team in einer klar besseren Ausgangsposition als vor zwölf Monaten. «Wir haben uns bestmöglich vorbereitet, aber jetzt müssen wir die ersten drei, vier Rennen abwarten, wo wir stehen», sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.
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Das hat es in der Formel-1-Geschichte noch nie gegeben: In dieser Saison gehen gleich sechs Weltmeister an den Start. Zusammen holten Rekordchampion Michael Schumacher (7), die zweimaligen Titelträger Sebastian Vettel und Fernando Alonso sowie Lewis Hamilton, Jenson Button und Kimi Räikkönen 14 mal die WM-Trophäe. Die Champions im Überblick:
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Michael SCHUMACHER: Wird in diesem Jahr sein 300. Formel-1-Rennen bestreiten. Mit 43 Jahren der Oldie im Fahrerfeld. Mit sieben Titeln und 91 Grand-Prix-Siegen aber auch mit Abstand der erfolgreichste Pilot der Königsklasse. Kehrte 2010 nach über drei Jahren Pause zurück. Seitdem wartet Schumacher auf den ersten Podestplatz. Ob er bei Mercedes nach dem Ende seines Dreijahresvertrags als Pilot weitermacht, ist derzeit offen. Aber denkbar.
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Sebastian VETTEL: Steht vor dem historischen Hattrick. Gelingt dem 24-Jährigen Titel Nummer drei in Serie, wäre er auch in dieser Kategorie der jüngste Rekordmann. Bislang gelang es lediglich Juan Manuel Fangio in den 50er Jahren und Michael Schumacher Anfang dieses Jahrtausends bei Ferrari. Vettel ist der, den wieder alle jagen.
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Fernando ALONSO: Machte es einst fast wie Vettel. Wurde 2005 und 2006 im Renault bis dato jüngster Doppelchampion. Ausflug zu McLaren-Mercedes: Eine Einjahres-Farce. Rückkehr zu Renault. Dann endlich das Wunschteam Ferrari. Doch 2010 wurde Alonso im letzten Rennen der Titel von Vettel entrissen. 2011 gelang nur ein Rennsieg. Und 2012 dürfte nach den Testeindrücken sicherlich auch kein Selbstläufer werden.
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Jenson BUTTON: Weltmeister 2009, Vizeweltmeister 2011. Der Brite wirkt entspannt. Eigentlich wie immer. Button scheint mit sich und der Welt im Reinen. Kein Rowdy auf der Strecke, keiner, der neben dem Kurs große Töne spuckt. Und ein Reifenflüsterer ist er auch. Der 32-Jährige wird auch in diesem Jahr wieder vorne mitmischen.
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Lewis HAMILTON: Er will den nächsten Titel nach seinem WM-Triumph 2008 mit allen Mitteln. Das war bislang oft das Problem. Die vergangene Saison war für den 27-Jährigen von Unfällen, Strafen und Misserfolgen geprägt. Hamilton strapazierte sein vermeintliches Rowdy-Image. Hinzu kam Beziehungsstress. Kein leichtes Jahr für Hamilton. Es kann nur besser werden.
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Kimi RÄIKKÖNEN: Schnellster beim Testauftakt, Schnellster beim Testfinale. Kann der Finne im Lotus etwa wirklich gleich zum Titelkandidaten avancieren? Verändert hat sich der «Iceman» jedenfalls kaum. Er redet wenig und zumeist fast unverständlich. Im Cockpit blüht der 32 Jahre alte Weltmeister von 2007 hingegen nach wie auf.
Mercedes mit Vorschusslorbeeren
Insgesamt wird MercedesAMG in dieser Saison einiges zugetraut. Der neue F1 W03 funktionierte während der Testfahrten ohne große Probleme. Nach den ersten zwei Jahren ohne Sieg und nicht mal einem Podestplatz für Schumacher oder auch Teamkollege Nico Rosberg im vergangenen Jahr sind Druck und Erwartungen an den Werksrennstall groß. «Wir müssen sicherstellen, dass wir uns weiterentwickeln», sagte Rosberg. «Schritt für Schritt.» Wie groß der Erste sein wird, dürfte an diesem Sonntag nach dem ersten WM-Rennen (07.00 Uhr MEZ/RTL und Sky) von insgesamt 20 feststehen. AZ/dpa
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