Das Spiel zwischen den Münchner Löwen und Oberhausen wurde möglicherweise manipuliert. Dass diese Begegnung durch ein Eigentor entschieden wurde, gab den Spekulationen zusätzlich Nahrung.

Kurz vor dem Anpfiff des Zweitligaspiels Rot-Weiß Oberhausen gegen 1860 München (0:1) am Sonntag hat es «ungewöhnliche Ausschläge auf dem internationalen Wettmarkt» gegeben, berichtet der Deutschen Fußball-Bund. DFB-Vizepräsident Rainer Koch: «Deshalb haben wir den Schiedsrichterbeobachter Hellmut Krug vor Spielbeginn in die Mannschafts- und Schiedsrichterkabinen gebeten mit dem Hinweis, dass das Spiel im Hinblick auf mögliche Unregelmäßigkeiten im Ablauf besonders kritisch überwacht wird.»
Dies sei das «generelle Vorgehen» bei Hinweisen dieser Art und komme «nicht jedes Wochenende, sondern nur bei gravierenden Ausschlägen» vor, so Koch. Kritik am Vorgehen des DFB kam vom Sportlichen Leiter von Oberhausen, Hans-Günter Bruns: «Ich finde die Vorgehensweise unfassbar: Sieben, acht Minuten vor Spielbeginn in die Kabinen zu kommen und zu sagen, dass das Spiel unter Manipulationsverdacht steht. Das ist kaum zu glauben, wie tief sollen wir noch im deutschen Fußball sinken.»
Ausgerechnet durch ein Eigentor von RWO-Profi Marinko Miletic (63. Minute) wurde die Partie entschieden. «Uns war vor dem Spiel bewusst, dass jeder Fehler auf die Goldwaage gelegt wird. Bevor mir keiner das Gegenteil beweisen kann, stehe ich zu tausend Prozent zu unserer Mannschaft, dass da nichts passiert», sagte Hans-Günter Bruns.(dpa)
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