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Augsburger Panther: Die schwierige Suche nach zwei Torjägern aus Nordamerika

Augsburger Panther

Die schwierige Suche nach zwei Torjägern aus Nordamerika

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    Auf eine ähnliche Verpflichtung wie Torjäger Ben Hanowski hoffen die Panther in diesem Sommer.
    Auf eine ähnliche Verpflichtung wie Torjäger Ben Hanowski hoffen die Panther in diesem Sommer. Foto: Siegfried Kerpf (Archiv)

    Die Kader einiger Topteams der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) sind schon voll und fast schon erschreckend stark besetzt. So rangieren die deutsche Nationalspieler Brent Raedeke und Mirko Höfflin bei den Adlern Mannheim in der fünften Reihe. Sprich: Wenn sich keine Teamkollegen verletzen, schauen sich Raedeke und Höfflin die Partien von der Tribüne an.

    Von solchen Verhältnissen können die Augsburger Panther nur träumen. Im Sturm sind noch zwei Ausländerstellen zu besetzen und Lothar Sigl glaubt nicht, dass das DEL-Gründungsmitglied schnell den Kader komplettieren wird. „Wir haben aktuell keine Angebote draußen“, sagt der Gastwirt aus Rederzhausen, der in enger Zusammenarbeit mit Trainer Mike Stewart das Personal aussucht und letztendlich die Vertragsverhandlungen führt.

    Das heißt jedoch nicht, dass die Panther untätig sind. „Wir führen Listen mit Kandidaten und da tut sich im Augenblick fast täglich etwas. Der Markt verändert sich permanent“, schildert Sigl das Vorgehen der Panther. Seit dem 1. Juli sind in Nordamerika die sogenannten „Free Agents“ auf dem Spielermarkt. Das sind Profis, die keinen Vertrag mit einem Klub haben und somit verpflichtet werden können.

    Anders als in Europa darf in Nordamerika vor dem 1. Juli mit diesen Profis nicht verhandelt werden. Das bevorzugte Ziel dieser Spieler ist die nordamerikanische Topliga NHL, danach schauen sie sich auch jenseits des Atlantiks nach einem neuen Arbeitgeber um. „Zuerst bedienen sich die Topklubs in Europa und in der DEL“, sagt Sigl.

    Augsburger Panther hoffen auf einen Glücksgriff

    Die Panther stehen hinten in der Warteschlange, beobachten jedoch genau die Fluktuation und hoffen auf einen Glücksgriff. Wie es zum Beispiel Ben Hanowski in der vergangenen Saison war. Der Amerikaner war erst Anfang September zu den AEV-Profis gestoßen, doch der Europa-Neuling hatte kaum Anpassungsprobleme. Noch wenige Wochen vor seiner Unterschrift hatte Hanowski in einem Interview geäußert, dass er unbedingt in Nordamerika bleiben will. Es kam anders und beide Seiten waren höchst zufrieden. Der 25-Jährige glänzte auf Anhieb mit Spielübersicht (22 Vorlagen), Torinstinkt (20 Treffer) sowie Spielintelligenz (nur 45 Strafminuten). Die Panther und der Amerikaner verlängerten den Vertrag.

    Auf einen ähnlichen Glücksgriff hofft Sigl in diesem Sommer. „Wir suchen einen Center und einen Außenstürmer, die Punkte produzieren müssen. Also keinen Defensivspezialisten oder ähnliches“, umreißt Lothar Sigl das Anforderungsprofil. Es wird Ersatz für die abgewanderten Angreifer Jon Matsumoto (20 Tore/ zu Meister München) oder auch Mike Iggulden (zwölf Treffer/Karriere beendet) gesucht.

    Manchmal versuchen die Panther über Wochen, Monate oder gar Jahre einen bestimmten Profi zu angeln. Und dann passen Klub und Spieler nicht zueinander, wie im Fall von Daniel DaSilva (2014/15). Aber es kann auch ganz schnell gehen – und funktionieren.

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