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FC Augsburg: Axel Bellinghausen: Der Teamspieler

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Axel Bellinghausen: Der Teamspieler

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    Axel Bellinghausen, Spieler des FC Augsburg.
    Axel Bellinghausen, Spieler des FC Augsburg. Foto: Ulrich Wagner

    Vom Stammspieler zum Edelreservisten: Die Rolle des Axel Bellinghausen beim FC Augsburg hat sich in den vergangenen Wochen ganz gewaltig verändert, nicht jedoch seine Zielsetzung mit der Mannschaft. Er will aufsteigen, „Einzelschicksale zählen da nicht“, diktierte er nach dem 2:0-Triumph des FCA vor einer Woche im Derby beim TSV 1860 München den Reportern in die Blöcke. Diesen Satz, für Axel Bellinghausen wohl mehr als eine leere Phrase, wiederholt er auch vor dem Spitzenspiel der zweiten Bundesliga zwischen dem FC Augsburg und dem FC Erzgebirge Aue am Montag (20.15 Uhr) in der Impuls-Arena und fügt an: „Ich bin ein Teamplayer.“ Auch heute in der Partie gegen den Tabellenvierten wird er wohl nicht in der Anfangsformation stehen.

    Mannschaftsspieler, das ist die Bezeichnung für die Art von Fußballer, der 90 Minuten treu und brav seinen Dienst verrichtet, viel läuft, diszipliniert auftritt, selbst nie Ansprüche einfordert und sich stets in den Dienst des Teams stellt. Unter dieser Rubrik ist Axel Bellinghausen einzuordnen.

    Nach seiner durchwachsenen ersten Spielzeit beim FCA nutzte der gebürtige Rheinländer im vergangenen Sommer die Gunst der Stunde, lief, ackerte und kämpfte so, dass Jos Luhukay nicht mehr an ihm vorbeikam. Dank seiner intensiven Spielweise fand Bellinghausen nicht nur bei den Verantwortlichen des FCA, sondern auch bei den Fans große Anerkennung. „Bello“, wie sie ihn auf der Tribüne nennen, war aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken, avancierte zu einem Liebling des Publikums. Ihm wurden auch Fehler schnell verziehen. Mit einer Durchschnittsnote von 2,9 schloss er bei der Beurteilung durch unsere Leser das erste Halbjahr ab. Das er allerdings mit einem herben Rückschlag beendete.

    Im letzten Spiel der Vorrunde, dem Gipfeltreffen gegen Hertha BSC Berlin, schickte ihn Schiedsrichter Gagelmann nach einem Foulspiel kurz vor dem Schlusspfiff mit Rot in die Kabine. Das Sport-gericht des Deutschen Fußballbundes (DFB) brummte ihm drei Spiele Sperre auf. Ein Urteil, das für viele einfach zu hart ausfiel.

    Doch auch da hält sich Bellinghausen mit negativen Äußerungen zurück, brandmarkt den Unparteiischen nicht als Schuldigen. Dabei hätte er allen Grund dazu. Denn Marcel de Jong nahm in den ersten Rückrundenspielen seinen Platz ein und spielte gut. Der Stammplatz ist futsch, was Bellinghausen verstehen kann. „Marcel spielt stark“, hat er für seinen Rivalen sogar ein Kompliment parat. „Natürlich war gerade die Zeit der Sperre hart“, gewährt er einen Einblick in sein Seelenleben. „Man ist fit, trainiert unheimlich hart und darf dann am Wochenende nicht spielen. Das ist grausam.“

    Allerdings, im Heimspiel gegen den VfL Bochum wechselte er mal die Fronten und gab beim Bezahlfernsehsender Sky den Co-Kommentator. Für seine präzisen Analysen und sein lockeres Auftreten vor der Kamera gab’s Lob von allen Seiten. „Das würde mir Spaß machen“, kann er sich durchaus vorstellen, nach Ende seiner Karriere seine Brötchen im Sportjournalismus zu verdienen.

    Aber dies ist noch Zukunftsmusik. Zunächst möchte er im Saisonendspurt wieder seinen verloren gegangenen Stammplatz erkämpfen. Das heißt, im Training noch mehr Gas geben und sich immer wieder dem Trainer zeigen. Eine andere Möglichkeit hat Axel Bellinghausen derzeit nicht.

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