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05. September 2010 21:45 Uhr

Länderspielreise

FC Augsburg: Freud und Leid

Freud und Leid beim FC Augsburg: Während Jonas de Roeck und Andrew Sinkala beim 2:2 in Unterhaching ihr Comeback gaben, hat sich Marcel de Jong in Kanada verletzt. Von Robert Götz

Marcel de Jong vom FC Augsburg.
Foto: Ulrich Wagner

Was macht man in einer Länderspielpause, die so unpassend kommt wie eine Warze am Finger? Man testet. Auch der FC Augsburg. Am Freitag trennte sich der Zweitligist vom Drittligisten SpVgg Unterhaching mit einem 2:2 (1:1). Ein Ergebnis ohne Aussagekraft, denn diese Mannschaft wird so nie mehr zusammenspielen. Viel wichtiger war für Trainer Jos Luhukay, dass er all jenen Spielern Einsatzzeit geben konnte, die bisher nicht so zum Zuge kamen. Auch weil er auf drei Nationalspieler verzichten musste.

Marcel Ndjeng ist mit Kamerun unterwegs, Ibrahima Traore mit Guinea und Marcel de Jong mit Kanada. "Ich hoffe nur, dass alle Nationalspieler gesund zurückkommen, dann können wir uns ab Dienstag konzentriert auf Bochum vorbereiten", schwante Luhukay schon am Freitag Böses.

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Und seine Vorahnung wurde bestätigt. So musste der Holland-Kanadier Marcel de Jong (23) beim Spiel Kanada - Peru bereits nach 30 Minuten ausgewechselt werden. Kanadische Medien berichten über einen Verdacht auf eine Schulterverletzung. Dies konnten die FCA-Verantwortlichen am Sonntag aber nicht bestätigen. "Der kanadische Verband hat mit uns Kontakt aufgenommen. Marcel de Jong wurde ausgewechselt und wird am Montag nach Deutschland zurückkehren. Mehr können wir dazu nicht sagen", erklärte Pressesprecher Dominik Schmitz. Sollten sich die Pressemeldungen bestätigen, wäre es für De Jong wahnsinniges Pech. Kurz nach seinem Wechsel zum FCA musste sich der linke Außenverteidiger einer Schulteroperation unterziehen, fiel lange aus und absolvierte bisher erst acht Punktspielminuten für den FCA. Sieben in Ingolstadt und eine gegen den SC Paderborn.

Wesentlich positiver waren die Rückmeldungen von Andrew Sinkala (31) und Jonas de Roeck (30). Die beiden Langzeitverletzten absolvierten nach ihren Operationen zum ersten Mal einen ernst zu nehmenden Test. Sinkala war am linken Knie operiert worden, de Roeck am Sprunggelenk, und bei beiden waren Knorpelschäden entdeckt worden. Doch jetzt ist die lange Leidenszeit vorbei. "Es hat wieder richtig Spaß gemacht zu kicken", freute sich Sinkala nach seinem 45-minütigen Einsatz. "Das Wichtigste war, dass ich keine Schmerzen im Knie hatte. Jetzt geht es jeden Tag ein Stückchen aufwärts."

Auch Jonas de Roeck gab grünes Licht nach seinem ersten Test: "Mein Sprunggelenk hat gehalten. Ich bin sehr zufrieden."

Trainer Jos Luhukay wird es freuen. Er wird die Alternativen in der Defensive sicher bald gut gebrauchen können. Von Robert Götz

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