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05. März 2010 12:05 Uhr

Salto Mortale beim SC Paderborn

FC Augsburg: Warum Rolf aus dem Kongo Rolf heißt

Rolf-Christel Guié-Miens Markenzeichen war ein vierfacher Salto beim Torjubel. Der Kongolese spielt nun beim SC Paderborn, der am Sonntag beim FC Augsburg gastiert. Im Interview verrät er, wie er zu seinem deutschen Namen kam.

Rolf-Christel Guié-Miens vom SC Paderborn.
Foto: dpa

Seine beste sportliche Zeit verbrachte Rolf-Christel Guié-Mien beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Sein Markenzeichen war zu jener Zeit ein vierfacher Salto beim Torjubel. Seit 2008 spielt der Kongolese nun beim Zweitligisten SC Paderborn, der am Sonntag (13.30 Uhr) beim FC Augsburg gastiert.

Rolf-Christel ist ein ungewöhnlicher Vorname für einen Kongolesen ...

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Guié-Mien: Den hat mir mein Vater gegeben. Er hat im Kongo einen deutschen Film im Fernsehen gesehen und den Namen Rolf im Abspann gelesen. Der hat ihm gefallen. Der zweite Name Christel kommt aus dem Französischen und ist bei uns recht gängig.

Berühmt sind und waren Sie auch immer für Ihre Saltos beim Torjubel. Aber man hat schon lange keinen mehr gesehen ...

Guié-Mien: Ich bin jetzt auch ein bisschen älter. Da geht das nicht mehr so einfach. Als ich in Frankfurt damit angefangen habe, war ich 22 Jahre alt. In dem Alter übertreibt man den Torjubel etwas. Letztmals habe ich ein Tor mit einem Salto 2007 gefeiert, als ich noch bei Rot-Weiß Essen spielte. So etwas geschieht ganz spontan.

Zuletzt saßen Sie beim SC Paderborn nur auf der Bank. Was ist los?

Guié-Mien: Jeder Spieler hat mal eine Phase, wo er nicht so gut drauf ist. Bei mir war das in den letzten beiden Wochen so. Ich war ziemlich müde. Jetzt habe ich aber im Training wieder Gas gegeben und hoffe, dass ich am Sonntag spiele.

Nach zuletzt drei gewonnenen Spielen wird es schwierig sein, wieder in die Mannschaft zu kommen ...

Guié-Mien: Ja natürlich. Auf unseren Positionen sind wir doppelt besetzt und es läuft richtig gut. Aber auch wenn ich mal nicht spiele, macht es derzeit Spaß. Wenn ich reinkomme, werde ich auch meine Leistung bringen.

Es gab früher Experten, die prophezeiten Ihnen eine ganz große Zukunft. Letztlich kam die große Karriere nicht zustande. Was lief schief?

Guié-Mien: Wenn man jung ist, macht man Fehler. Ich muss ehrlich sagen, mein größter Fehler war, dass ich im Jahr 2002 von Frankfurt zum SC Freiburg gewechselt bin. In Frankfurt hatte ich eine absolut tolle Zeit. In Freiburg bin ich nicht mehr so zurechtgekommen.

2006 ging es dann sogar runter bis in die vierte Liga, zu Sachsen Leipzig...

Guié-Mien: Ich kam damals vom 1. FC Köln. Das war schon komisch, in die vierte Liga zu wechseln. Ich hatte auch ein Angebot von einem französischen Klub, aber ich wollte in Deutschland bleiben. Es war mir wichtig, dass ich hier in Deutschland eingebürgert wurde. Das ist dann auch noch im Jahr 2006 passiert.

Wen kennen Sie alles vom FC Augsburg?

Guié-Mien: Als ich in Köln spielte, war Jos Luhukay unser Co-Trainer und Andreas Rettig war in Köln Manager. Außerdem hat damals auch noch Andrew Sinkala beim 1. FC Köln gespielt. Simon Jentzsch kenne ich noch aus meiner Zeit in Karlsruhe.

Was erwarten Sie sich vom Spiel am Sonntag?

Guié-Mien: Wir haben Respekt vor dem FC Augsburg, aber wenn wir unser Potenzial abrufen, sind wir imstande, einen Punkt mitzunehmen.

Die Fragen stellte Wolfgang Langner

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