Der Fußball-Bundesligist FC Augsburg ist auf dem besten Weg zum Klassenerhalt. In einer tollen Partie deklassierten die Schützlinge von Markus Weinzierl den Pokalfinalisten VfB Stuttgart mit 3:0. 30660 Zuschauer in der ausverkauften Arena feierten den FCA wie nach einer gewonnen Meisterschaft. Allerdings siegte auch Hoffenheim (2:1 in Nürnberg), so dass es beim Drei-Punkte-Abstand bleibt.
Aufstellungstechnisch gab es beim FC Augsburg keine Überraschungen. Kevin Vogt war ja nach seiner roten Karte beim 0:1 in Mönchengladbach gesperrt und der zuletzt gesperrte Ragnar Klavan rückte wieder in die Viererkette ein.
Traore ausgepfiffen
Gespannt war man natürlich auf den ehemaligen Augsburger Publikumsliebling Ibrahima Traore. Traore, der sich biem VfB mittlerweile einen Stammplatz erkämpft hat, freute sich auch auf seine Rückkehr: "Die Stimmung im Stadion wird sicher wieder klasse sein." Doch diese Liebe ist inzwischen erkaltet - Traore wurde fast bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.
Für Stimmung sorgte zunächst der FCA. Bereits nach 55 Sekunden verstolperte Sascha Mölders die erste Torchance für den FCA. Das alte Leiden des Abstiegskandidaten setzte sich fort. Jan Moravek (3.) und zweimal Tobias Werner (8. und 14.) hatten das 1:0 auf dem Fuß, ehe auf der Gegenseite Ibisevic knapp über das Tor köpfte. Das dickste Ding versiebte dann Andre Hahn, als er in der 24. Minute freistehend an Keeper Ulreich scheiterte. Dann verlor Schiedsrichter Manuel Gräfe etwas die Übersicht. Jedenfalls waren die gelben Karten gegen Paul Verhaegh und Dong Won Ji mehr als kleinlich. Das Publikum quittierte dies mit wütenden Pfiffen.
In der 49. Minute blieb den FCA-Fans dann kurzzeitig das Herz stehen, als Torwart Manninger mit einer Glanzparade nach einem Kopfball von Harnik das 0:1 vereitelte. Stuttgart drückte jetzt etwas und das Spiel schien zu kippen. Doch dann schlug der FCA zu: Nach einer Ecke von Werner köpfte Sascha Mölders (61.) die Kugel zum 1:0 ins Netz. In der 71. Minute hatte dann Ji die Möglichkeit, gegen den Pokalfinalisten auf 2:0 zu erhöhen, aber sein Kopfball strich ein paar Zentimeter über das Tor. Wenig später scheiterte dann wieder Werner an Ulreich.
De Jong liefert großes Kino
Wer seine Chancen nicht nützt, der muss zittern. So war es auch gegen den VfB, als Matthias Ostrzolek nach einem Kopfball von Niedermeier auf der Linie klärte (78.). Es folgte ein offener Schlagabtausch, und auf der anderen Seite musste Ulreich sein ganzes Können gegen Ji (80.) aufbieten. Was dann folgte war großes Kino. Trainer Markus Weinzierl wechselte in der 81. Minute Marcel de Jong für Werner ein, und der versetzte die FCA-Fans in Ekstase. Mit seinem ersten Ballkontakt lief er in Richtung VfB-Tor und überlistete Ulreich mit einem Schlenzer zum 2:0. Aber damit gab sich der FCA nicht zufrieden. In der 85. Minute bediente Andre Hahn den Südkoreaner Ji, und der schoss zum 3:0 in die Maschen. Die Party durfte beginnen.
Und hier können Sie die FCA-Spieler benoten.