Michael Thurk könnte bei der WM doch spielen. Allerdings gegen Deutschland. Thurks Frau ist Serbin, sein Vater hat italienische Wurzeln. Der FCA-Bomber wartet auf einen Anruf.

Michael Thurk könnte bei der WM doch spielen. Allerdings gegen Deutschland. Thurks Frau ist Serbin, sein Vater hat italienische Wurzeln. Der FCA-Bomber zeigt sich interessiert.
20 Treffer hat Michael Thurk in der laufenden Zweitligasaison schon erzielt. Damit führt er die Torjägerliste souverän an. Für die Deutsche Nationalmannschaft ist er dennoch nicht interessant, sagt Jogi Löw der tz aus München: "Für die WM wird Michael Thurk kein Thema sein." Auch wenn er, laut Löw, eine hervorragende Saison spiele.
Vielleicht ist er aber interessant für Serbien oder Italien: Thurks Vater hat italienische Wurzeln, seine Frau ist Serbin. Der Sport Bild sagte der 33-Jährige, dass er sich eine Einbürgerung in Serbien oder Italien vorstellen könne: "Wie für Löw gilt auch für die anderen Nationaltrainer, dass sie mich immer erreichen können. Mein Handy hat immer Akku."
Thurk statt Toni also für Italien bei der Weltmeisterschaft in Südafrika? Eher unwahrscheinlich. Italien hat genug eigene gute Stürmer, wahrscheinlich bessere als Deutschland.
Bliebe noch Serbien. Aber auch das kleine Land kann auf eine Reihe hervorragender Stürmer bauen: Mit Nikola Zigic (FC Valencia), Milan Jovanovic (Standard Lüttich), Danko Lazovic (Zenit St. Petersburg) und dem Ex-Herthaner Marko Pantelic (Ajax Amsterdam) stehen vier Namen vor Thurk.
Die tz fragte bei der serbischen Torhüterlegende Petar "Radi" Radenkovic nach. Radenkovic, Delegationsmitglied beim serbischen Verband, scheint nicht ganz abgeneigt, sagt aber: "Wir haben zu viele gute Spieler in Serbien." Gleichzeitig lässt er eine Hintertüre auf: "Es gibt viele Kandidaten, und dass er auch dazugehört, ist klar. Der Trainer muss entscheiden, wer in sein Konzept passt." (AZ)
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