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09. November 2011 11:36 Uhr

Nationalmannschaft

Marco Reus: Die Leiden eines begehrten Wirblers

Marco Reus hat es schon wieder getan. Er hat der Nationalmannschaft abgesagt. Während seine Konkurrenten wirbeln dürfen, hütet der zuletzt überragende Gladbacher das Bett.

Marco Reus kann vorerst nicht mit der DFB-Auswahl reisen.
Foto: dpa

Es war ja fast schon wie ein Zeichen des Fußballgotts, als Marco Reus beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in der Türkei den Fuß auf den Rasen setzte. Ein lange Leidens-Story schien damit beendet. Böse Zungen hatten schon von einer "Nationalelf-Seuche" gesprochen, nachdem Joachim Löw den Superdribbler von Borussia Mönchengladbach zum gefühlt dreißigsten Mal nominiert hatte und Reus zum gefühlt dreißigsten Mal abgesagt hatte. Doch an diesem Abend Anfang Oktober in Istanbul schien diese ganze Leidensgeschichte vergessen.

Unverhofft kommt oft

Doch wie das im Leben häufiger ist: Unverhofft kommt oft. Marco Reus hat es schon wieder getan: Er hat für die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen die Ukraine und die Niederlande abgesagt. Der Grund diesmal: Ein profaner Magen-Darm-Virus legt den Techniker lahm. Bitter für ihn: Joachim Löw hätte ihn in einem der beiden Spiele wohl von Anfang an eingesetzt. Eine Chance für den europaweit begehrten Gladbacher, seine zuletzt überragende Form auch auf einer etwas größeren Bühne zu präsentieren.

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Doch daraus wird nun nichts. Reus wird im Bett liegen, während sich seine Rivalen wie Schürrle, Götze, Müller, Kroos oder Podolski empfehlen können. Das Gute für Reus: Sollte er seine Form auch nur einigermaßen halten, kommt Löw schlichtweg nicht an ihm vorbei. Möglicherweise gibt es aber auch noch Hoffnung für den kranken Marco. Bislang ist offen, ob Reus am Samstag zur Nationalmannschaft nachkommt, um gegen die Niederlande zu spielen. "Wir müssen die Besserung abwarten. Dann werden wir neu entscheiden", sagte Löw-Assistent Hansi Flick.

Favre: Bayern käme zu früh

Reus kann sich in der Zwischenzeit jede Menge Gedanken über seine Zukunft machen. 18 Millionen sollen einige Top-Vereine wie beispielsweise der FC Arsenal oder der FC Bayern bereit sein, für den Gladbacher auf den Tisch zu blättern. Reus' Coach Lucien Favre spricht sich verständlicherweise gegen einen Wechsel aus. "Es wäre gut für Marco, wenn er noch ein, zwei Jahre bleibt", sagt Favre. Ein Wechsel an die Isar zu den Bayern käme zu früh. (bs)

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