Startseite
Icon Pfeil nach unten
Sport
Icon Pfeil nach unten
Fußball
Icon Pfeil nach unten

Die Sache mit dem Aufhören: Michael Ballast

Die Sache mit dem Aufhören

Michael Ballast

  • |
  • |
  • |
    Michael Ballack bleibt bei Bayer 04 Leverkusen.
    Michael Ballack bleibt bei Bayer 04 Leverkusen. Foto: dpa

    Politik und Sport plagen bisweilen die gleichen Probleme. Was tun, wenn die Stars ihr Verfallsdatum überschritten haben und nicht gehen wollen? Wenn sich die gut gemeinten Ratschläge zu einem mehr oder weniger verklausulierten „Hau endlich ab!“ zuspitzen?

    Das Berliner Schloss Bellevue und den Bundesligisten Bayer Leverkusen verbindet in diesen Tagen eine Gemeinsamkeit: Bundespräsident Christian Wulff und der ehemalige Capitano Michael Ballack haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt und verharren bis zur Totenstarre in ihren Stühlen.

    Im Fußball wächst von Spiel zu Spiel die Zahl der Kritiker. Michael wird zum Ballast. Beim Auftritt von Bayer in Bremen ließ Leverkusens Trainer Robin Dutt den einstigen Weltstar neunzig Minuten lang auf der Ersatzbank schmoren. Wobei, es war noch schlimmer. Ballack musste zum fußballerischen Spießrutenlauf mit Höchststrafe antreten: warmlaufen und dann doch nicht eingewechselt werden.

    Ex-Kollege Luca Toni geht freiwillig in die Wüste

    Jeder alternde Fußballer sollte nachdenklich werden, wenn die Summe der gut gemeinten Ratschläge umgekehrt proportional zur Zahl der Einsätze ist. Sein Trainer ließ verlauten, dass ein verdienter Spieler wie Ballack einige Privilegien genieße. Aber nur bis zum Anpfiff. Danach zählt für Dutt nur die Leistung.

    Der Altstar ist jedoch eher alt als Star und darf überhaupt nicht mehr auf den Platz.

    Luca Toni hat es gestern vorgemacht und geht freiwillig in die Wüste. Der ehemalige Bayern-Stürmer lässt sich künftig in Dubai die müden Knochen von der Sonne wärmen und wechselt ab sofort von Juventus Turin zu Al-Nasr SC.

    Und der 98-fache Nationalspieler? Pocht immer noch auf einen Stammplatz und gibt die beleidigte Leberwurst, wenn es der Trainer wagt, seine Majestät auszuwechseln.

    Ähnlich verschnupft verfährt der Bayer-Profi mit dem Deutschen Fußball-Bund, der seinem Ex-Kapitän goldene Brücken baut, um ihn in den Kreis der verdienten Ex-Nationalspieler aufzunehmen.

    Michael Ballack will nicht wahrhaben, dass sich seine große Karriere unbarmherzig dem Ende zuneigt.

    Der Dschungel ist zwar Gott sei Dank geschlossen. Ausnahmsweise wünschen wir jedoch einen Nachschlag. Warum macht es Ballack nicht seinem Kollegen Ailton gleich und schreit: Ich bin ein Star, holt mich hier raus.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden