Binswangen Es ist wieder einmal eine erfreuliche Jahresbilanz, die der Förderkreis Synagoge ziehen kann. Auch 2010 war das historische Gebäude mit der interessanten jüdischen Vergangenheit ein attraktiver Anziehungspunkt für Besucher mit verschiedensten kulturellen Interessen.

Jedenfalls sind der Vorsitzende des Förderkreises, Anton Kapfer, und sein Team zufrieden über die Zahl der Menschen, die im zu Ende gehenden Jahr in die Synagoge nach Binswangen kamen.
Geschäftsführerin Hedwig Regensburger-Glatzmaier spricht von rund 1500 Gästen, welche die Veranstaltungen in der Synagoge für einen Besuch anziehend fanden. Die Nutzung des Gebäudes für vielfältige Termine könne man nur als gut bezeichnen, heißt es beim Förderkreis. Zu nennen seien außerdem die zahlreichen auswärtigen Besucher, die zu den zehn Tagen der offenen Tür kamen und sich auch bei Führungen und Filmvorführungen ("Die Schul bewahren") informierten.
Interessante Fotoausstellung
Genutzt wurde das einstige jüdische Gotteshaus auch für eine Fotoausstellung zum Thema "Bilder aus Binswangen aus den 50er und 60er Jahren", die sehr gut ankam.
Fünf Vorspieltermine veranstaltete der Musikverein Binswangen in der Synagoge. Zwei Festakte, fünf Trauungen, sowie ein Schulunterricht, zählten ebenfalls zur Palette der Termine. Hinzu kamen 27 Konzerte mit einer großen Bandbreite.
Von der Hofmarkmusik Gempfing bis zu mehreren Konzerten der "PiccaDilly's" und von Schülerkonzerten bis zu einem Auftreten des Chores "Chorallen" reichen die Veranstaltungen. Die meisten der Konzerte waren sehr gut besucht und tragen den Ruf der Synagoge als attraktiven Veranstaltungsraum weit über die Grenzen des Landkreises Dillingen hinaus.
Viel investiert
Seit Bestehen des Förderkreises Synagoge hat dieser Ausstattungsgegenstände und Kunstobjekte in Höhe von 83 000 Euro beschafft. Dazu zählen ein Flügel, eine Videoausstattung, Stühle, Stellwände und Scheinwerfer.
Ein besonders interessantes Kunstwerk, das immer wieder Beachtung findet, ist die Arbeit von J. Paul Menz, das mit "Menschenkette" betitelt ist.
Erworben hat der Förderkreis auch zwei weitere künstlerische Arbeiten (Stelen) sowie ein altes Binswanger Beschneidungsbuch.
Die Filmdokumentation "Die Schul bewahren" kostete 32 000 Euro. Sie kann interessierten Besuchern bei Tagen der offenen Tür immer wieder gezeigt werden und ist, wie Gäste versicherten, "sehr eindrucksvoll und anrührend".
Infotafel am Friedhof
Im Herbst stellte der Förderkreis eine neue Informationstafel beim Judenfriedhof auf, die Besucher auf verschiedene wichtige Daten im Zusammenhang mit der Gedenkstätte hinweist. Der Förderkreis hat heute 123 Mitglieder. Seit Gründung sind über 70 000 Euro an Spenden und 45 000 Euro an Mitgliedsbeiträgen eingegangen.
Auch im neuen Jahr wird es wieder eine Reihe von interessanten Veranstaltungsterminen in der Synagoge in Binswangen geben, versprechen der Vorsitzende des Förderkreises, Anton Kapfer, und Geschäftsführerin Hedwig Regensburger-Glatzmaier.
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