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Konsum: Die Laugnaer zieht es nach Wertingen

Konsum

Die Laugnaer zieht es nach Wertingen

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    „Die Maria Vetter, eine Seele von Frau, hat vor mehr als 20 Jahren zugemacht, die Maria Domler vor mehr als zehn Jahren.“Wilhelm Kotschner, Laugnaer Bürger
    „Die Maria Vetter, eine Seele von Frau, hat vor mehr als 20 Jahren zugemacht, die Maria Domler vor mehr als zehn Jahren.“Wilhelm Kotschner, Laugnaer Bürger

    Laugna Dass die Bürger aus Laugna nicht im eigenen Ort einkaufen können, sind sie seit langer Zeit gewohnt. Einst hatten sie zwei Krämerladen. „Die Maria Vetter, eine Seele von Frau, hat vor mehr als 20 Jahren zugemacht, die Maria Domler vor mehr als zehn Jahren“, erinnert sich Wilhelm Kotschner. Auch von einer Bäckerei, die es vor mehr als 20 Jahren im Ort gab, weiß er. Dass die letzte Metzgerei am Ort geschlossen hat, ist noch länger her.

    „Ich bin nie darauf angesprochen worden, dass wir in Laugna eine Einkaufsmöglichkeit bräuchten“, meint Günter Meitinger, der frühere Bürgermeister der Gemeinde, der in Bocksberg wohnt. „Dafür liegen wir zu nah im Einzugsgebiet von Wertingen“, sieht er den Grund dafür. „Dort gibt es überall kostenlose Parkplätze und man muss nicht weit gehen, um alles zu finden“, ist sein Fazit.

    Obwohl Welden näher liegt, kam Meitinger nie in den Sinn, dort einzukaufen. Auch von Bekannten aus Emersacker weiß er, dass diese lieber nach Wertingen fahren. „Die uralte Bindung zur früheren Kreisstadt besteht immer noch unbewusst“, denkt er. Und er erinnert sich an den Spruch, den ihm jemand mal zur Antwort gegeben hat: „Die Laugna fließt auch abwärts.“

    Wilhelm Kotschner ist mit seiner Frau ebenfalls regelmäßig in Wertingen. „Was man zum Leben braucht, findet man da“, bestätigt er. Um Kleidung zu kaufen, fahren die Kotschners schon mal nach Dillingen, in letzter Zeit immer öfter nach Donauwörth. „Auch dort gibt es die verschiedensten Läden, von Markenware bis zum Discounter“, so Kotschner. Kleidung kauft Günter Meitinger eher in Augsburg, für ihn liegt Donauwörth zu abseits.

    Birgit Gebele aus Osterbuch ist mit ihren Kindern viel unterwegs. „Lebensmittel nehme ich hauptsächlich in Wertingen mit, wenn ich die Kinder von der Schule oder vom Musikunterricht abhole“, überlegt sie. „Doch wenn wir beim Arzt in Buttenwiesen sind, kaufe ich auch dort ein.“ Der Kieferorthopäde ist in Neusäß. Also wird auch mal dort oder auf dem Rückweg in Welden haltgemacht. Biberbach oder Meitingen sind ebenfalls Einkaufsstationen.

    Es gibt aber auch Fahrbäckereien. Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag kommen die nach Osterbuch. „Und der rollende Supermarkt soll auch bald wieder kommen, habe ich gehört“, erzählt Birgit Gebele weiter. Diesen Service nutzte sie, als sie tagsüber kein Auto zur Verfügung hatte und mit den Kindern zu Hause war. Die Mutter von fünf Kindern hat’s aber gern abwechslungsreich. Deshalb macht sie sich mit dem Auto auch gerne auf den Weg...

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