Villenbach/Hausen Auf Initiative der Dorferneuerungs-Arbeitskreise Innenentwicklung/Verkehr und Ökologie trafen sich der Gemeinderat Villenbach mit Bürgermeister Otmar Ohnheiser und zahlreiche Mitglieder der genannten Arbeitskreise (AK) zu einer gemeinsamen Aussprache. Hintergrund dieses Treffens war die Unsicherheit der nun schon seit fast drei Jahren sehr engagierten Mitglieder der Arbeitskreise der Dorferneuerung Villenbach-Hausen über das weitere Vorgehen und die künftige Zusammenarbeit mit den Vertretern der Gemeinde Villenbach.
Bernhard Lernhard übernahm die Moderation der Diskussion, die ohne große Umschweife auf die wichtigste Frage des Abends zusteuerte: „Trägt der Gemeinderat Villenbach die Dorferneuerung mit?“ Die Zustimmung war überwältigend. Es gab keinen Mandatsträger (zehn von zwölf Gemeinderäten waren anwesend), der nicht hinter diesem Projekt steht.
Bürgermeister Ohnheiser kritisierte zwar, dass man viele Objekte in den Maßnahmenkatalog der Dorferneuerung aufgenommen habe, aber ihm sinnvoll erscheinende Maßnahmen würden fehlen. Ein weiterer Diskussionspunkt war das Thema „Finanzen.“ Erwin Willmann hatte grundsätzlich nichts gegen die Dorferneuerung einzuwenden, gab aber zu bedenken, ob der von der Gemeinde zu erbringende Eigenanteil für dieses Projekt gestemmt werden kann. Werner Filbrich führte aus, dass sich das Verfahren der Dorferneuerung ja über einen Zeitraum von zwölf bis 15 Jahren hinziehen wird, sodass im Haushalt dieser Anteil nicht in den nächsten zwei Jahren übernommen werden muss, sondern eben über einen relativ langen Zeitraum mit überschaubaren Zahlen sicher vernünftig dargestellt werden kann.
Großen Beifall erhielt Gemeinderat Reinhard Langenmaier mit seiner Feststellung: „ Dorferneuerung muss ein positives Signal sein, muss Aufbruch und Freude sein. Dies kann und darf nicht immer nur mit dem Argument der Kosten belegt werden“. Zweiter Bürgermeister Jürgen Krell fokussierte seine Stellungnahme auf die Frage: „Was passiert in Villenbach, wenn nichts passiert?“ Die Vorstellung dieses Szenarios führte den nachdenklich gewordenen Teilnehmern die dringende Notwendigkeit des Dorferneuerungsverfahrens in Villenbach und Hausen eindrucksvoll vor Augen.