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Gemeinderat Zusamaltheim: Höhere Kindergartengebühren und Thema Windkraft

Gemeinderat Zusamaltheim

Höhere Kindergartengebühren und Thema Windkraft

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    Höhere Kindergartengebühren und Thema Windkraft
    Höhere Kindergartengebühren und Thema Windkraft

    Zusamaltheim Ein gut ausgelasteter Kindergarten ist die Freude jeder Gemeinde. Wenn aber zu hohe Anmeldezahlen hinzukommen, dass in einem Jahr nur wenige Kinder eingeschult werden, dann stehen Kindergarten und Gemeindeverwaltung vor einer Herausforderung. So wie derzeit in Zusamaltheim. Kindergartenleiterin Rita Drewes erklärte den Gemeinderäten ausführlich die Problematik.

    „Zum September sieht es so aus, dass 38 - 40 Kinder im Kindergarten verbleiben“, sagte sie in der Gemeinderatssitzung, „dazu sind 19 - 21 Kinder bereits vorangemeldet“. Das bedeutet: Über 60 Kinder werden ab September den Kindergarten Zusamaltheim besuchen. Nun versuchen Gemeinde, KiGa-Leitung und Elternbeirat gemeinsam, eine Lösung zu finden, und denken in diesem Zusammenhang auch über die Bildung einer Nachmittagsgruppe nach.

    Das würde auch dem Bedarf an einem Ganztagesbetreuungsangebot entgegen kommen. „Für zwei Kinder ist das nicht machbar“, so Drewes, „aber wenn noch eine Nachmittagsgruppe da ist, wäre das eine Möglichkeit“.

    Bürgermeister Wolfgang Grob fügte an, dass das ein verschärftes Problem in 2012 sei. „Das entspannt sich wieder“. Eine Beschränkung der Kinderzahl kommt für ihn nicht infrage. „Es ist gut, wenn die Kinder, die später zusammen zur Schule gehen, auch denselben Kindergarten besuchen“, sagte er. Es wird weitere Gespräche geben, um eine gute Lösung zu finden. In der Kinderkrippe hingegen ist derzeit keine volle Auslastung, sodass auch darüber nachgedacht werden kann, die jüngsten Kindergartenkinder durch die Krippe mitzubetreuen, natürlich mit altersgemäßer Förderung.

    Unabhängig von dieser Diskussion beschloss die Gemeinde, eine Gebührenerhöhung vorzubereiten. „Die Kosten sind gestiegen, im Personal- aber auch Sachbereich“, sagte Wolfgang Grob. Andernorts wird mit einer linearen Erhöhung, beispielsweise jedes Jahr zwei Prozent, gearbeitet.

    Das lehnten die Gemeinderäte übereinstimmend ab und einigten sich darauf, für die nächste Sitzung eine Satzungsänderung mit einer Gebührenerhöhung von fünf Euro vorzubereiten.

    Kommunen sollen Windflächen benennen

    Die Kommunen in Bayern wurden aufgefordert, Flächen zu benennen, wo sie sich Windenergie vorstellen können. „Das war früher schon einmal Thema“, erinnerte der Bürgermeister, „damals wurden von Zusamaltheim keine Flächen benannt“. Grundsätzlich teilt man im Regionalplan Windkraft in drei Bereiche: Vorranggebiete (bevorzugte Gebiete mit ausreichend Windkraft, ausreichendem Abstand zur Wohnbebauung und eingehaltenem Naturschutz), Vorbehaltsgebiete (unter Auflagen zu genehmigende Flächen) und Ausschlussgebieten (keine Möglichkeit).

    Und dann gibt es noch die „weißen Flecken“, Gebiete, die seinerzeit noch nicht in eine der Kategorien eingeteilt wurden (werden konnten). Da sich die Technik in diesem Bereich und damit die Voraussetzungen in den letzten Jahren zum Teil erheblich geändert haben, ist durchaus damit zu rechnen, dass diese „weißen Flecken“ nun doch Standort eines Windparks werden können.

    Grob verwies auf die derzeit laufende Energiepotenzialanalyse, die zeigen soll, wo im Landkreis Windkraft möglich ist, welche die Gemeinde gerne abwarten würde, bevor Gemeindeflächen benannt werden. (wela)

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