Wertingen „1,8 – ich bin zufrieden.“ Im Dirndl sitzt Sunamit Schmidt-Riese zwischen ihren Schulkameraden auf der Mauer vor dem Wertinger Gymnasium. „Jetzt geht’s ans Feiern.“
125 Abiturient(inn)en empfingen am gestrigen Montagnachmittag ihre Abiturnoten – die letzten des neunjährigen Gymnasiums (G9). Danach ging es musizierend und marschierend vom Gymnasium durch die Innenstadt bis zur Schwabenhalle in Geratshofen. Dort fand das traditionelle weiß-blaue Fest statt.
Eine der drei Hauptorganisatoren war Sunamit Schmidt-Riese. „Die Hallenfrage war etwas schwierig nach den Vorfällen im vergangenen Jahr.“ Damals waren zu später Stunde im TSV-Sportheim unter anderem 120 Maßkrüge zertrümmert worden. Das hat den diesjährigen Abiturienten zu denken gegeben. „Wir haben jetzt beispielsweise zwei Securities gemietet“, erzählte die 18-jährige Sunamit gestern. Zudem hatten die Organisatoren weniger Alkohol eingekauft.
Traditionell wird seit vielen Jahren die Notenbekanntgabe am Wertinger Gymnasium mit einem „weiß-blauen Fest“ gefeiert. Während dieses anfangs in kleinem Rahmen in der Schule stattfand, nahm es im Laufe der Jahre immer größere Ausmaße an. Finanziert wird das Fest mit den Einnahmen aus dem K13-Ball.
Nicht für alle sind die Abiturprüfungen mit der gestrigen Notenbekanntgabe vorüber. Einige werden sich am Mittwoch und Donnerstag noch den mündlichen Nachprüfungen stellen (müssen). Und für die Lehrer geht es fast nahtlos weiter mit den Abiturprüfungen des ersten G8-Jahrgangs (wir berichteten). Diese werden am 16. Mai beginnen.
Zu diesem Zeitpunkt werden viele der jetzigen Abiturienten bereits in den Unisälen sitzen.
Für Sunamit Schmidt-Riese steht erst etwas anderes an: Nach Abiturfeier und Abi-Ball am kommenden Freitag wird sie ihren Kreuzband-riss operieren lassen. „Am nächsten Dienstag, meinem 19. Geburtstag.“ (dem)