Lauterbach Eine gemeinschaftliche Initiative der freiwilligen Lauterbacher Feuerwehr und des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins (OGV) in Sachen Maibaum hält den Betrachter in seinem Bann, erzeugt Aufmerksamkeit.
Eine blinde Schöne im Badezuber
Rings um den Traditionsbaum, der mit schönen Schnitzereien und Wappen bestückt ist, ist ein Stillleben der besonderen Art drapiert worden. Eine blonde Schöne, mit schwarzen Haaren und Handschuhen ausgestattet, badet genüsslich in einem alten Badezuber, ihre Kleider hängen gleich daneben über einer Stuhllehne, Handtasche und Gummistiefel sowie ein Blumenstrauß lassen den Betrachter ein Vielfaches an Überlegungen anstellen.
Tobias Hillenbrand, Kommandant der freiwilligen Lauterbacher Wehr, löst das Rätsel auf: „Vor drei Jahren haben wir uns mit dem örtlichen Obst- und Gartenbauverein zusammengetan, weil wir nicht nur unseren Maibaum schön geschmückt präsentieren wollten, sondern auch das darunter.“ Federführend verantwortlich für das phantasievolle Arrangement sei Melanie Beutmiller, sie ist Vorstandsmitglied beim Gartenbauverein.
„Es ist jedes Jahr ein anderes Motiv, das dargestellt wird, die dazu passenden Materialien kommen aber aus dem ganzen Dorf“, so Hillenbrand.
Jeder würde gerne was dazu beisteuern. So komme es, dass ganz Lauterbach indirekt an der Gestaltung rings um den Maibaum mitwirke. „Vor rund 15 Jahren haben wir angefangen, unseren Maibaum mit Schnitzereien zu versehen, dafür haben wir uns erst schlaugemacht, welches Muster was bedeutet.“
Dann seien die Wappen von Bayern, Schwaben und Lauterbach hinzugekommen, so Hillenbrand weiter. Die Tage vor dem 1. Mai halten die Mannen der Wehr Nachtwache, damit das schöne Stück nicht abhandenkommen kann, außerdem würde dieser am 1. Mai noch mit reiner Manneskraft aufgestellt, versichert der Kommandant. „Früher haben wir nur Blumen unterm Baum drapiert, bis wir uns mit den Gartlern kurzgeschlossen haben.“ Es steckt also Herzblut in dem gesamten Arrangement, im Maibaum wie auch im Stillleben darunter.“
Und weil sie bislang mit ihren Ideen noch nicht baden gegangen sind, darf man heute schon auf den Lauterbacher Maibaum samt seinem Untergrund im nächsten Jahr gespannt sein.