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Umfahrung: Was wird aus Villenbach?

Umfahrung

Was wird aus Villenbach?

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    Otmar Ohnheiser
    Otmar Ohnheiser

    Villenbach Mit großem Interesse hat Villenbachs Bürgermeister Otmar Ohnheiser das Ergebnis vom Bürgerentscheid zur Gesamtumfahrung Lauterbach – Buttenwiesen – Frauenstetten verfolgt. Denn auch in seiner Gemeinde wird seit Monaten über eine mögliche Umfahrung in Hausen und Villenbach debattiert, diskutiert und gestritten. Die eindeutige Absage an eine Gesamtumfahrung im unteren Zusamtal hat Ohnheiser freilich nicht überrascht. „Viele Ortsteile von Buttenwiesen sind ja nicht betroffen, da haben die Bürger kein so großes Interesse an einer Umfahrung“, wertet der Villenbacher Bürgermeister das sonntägliche Votum.

    Eine Bürgerbefragung zu einer möglichen Umfahrung in Hausen und Villenbach könnte es im kommenden Jahr auch im oberen Zusamtal geben. „Derzeit diskutieren wir darüber“, so Ohnheiser gegenüber unserer Zeitung. Wobei die geplante Umfahrung für den Ortsteil Hausen im Rahmen der kommunalen Sonderbaulast realisiert werden müsste, die Umfahrung der Staatsstraße 2027 in Villenbach zu 100 Prozent vom Staat finanziert würde. Sprich, für Villenbach müsste die Kommune nichts bezahlen, für die Umfahrung Hausen müssten circa 400000 Euro aufgebracht werden. Ob der Gemeinderat eine Bürgerbefragung letztlich anpeilt, hänge laut Ohnheiser von den künftigen Haushaltszahlen ab, die noch errechnet werden müssen.

    Als größtes Handicap bei der Umsetzung einer Umfahrung sieht Ohnheiser die momentane Blockade der Grundstückseigentümer. 16 Grundstücksbesitzer in Villenbach haben unterschrieben, dass sie nicht gewillt sind, Land zu verkaufen. Dies hänge, so Ohnheiser, auch mit der gegenwärtigen Situation rund um den Euro zusammen. „Die Leute pfeifen auf das Geld, ihnen sind Liegenschaften und Immobilien wichtiger“, glaubt der Villenbacher Rathauschef. Welches Ergebnis eine mögliche Abstimmung in seiner Gemeinde bringen würde, das lässt sich nach Ohnheisers Ansicht nicht einschätzen. „Buttenwiesen hat dies abgelehnt, in Bachhagel gab es eine Mehrheit für eine Umgehung“. Will heißen, dass im Grenzgebiet zu Baden-Württemberg das Kirchturmdenken nicht so ausgeprägt ist wie im Zusamtal. (her)

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