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Deutschland: 2050 nur noch halb so viel Erwerbstätige

Deutschland

2050 nur noch halb so viel Erwerbstätige

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    Bei der Bewältigung des Fachkräftemangels setzt die Bundesagentur für Arbeit mittlerweile auch auf qualifizierte Zuwanderer aus europäischen Krisenländern wie Spanien, Griechenland und Portugal. Trotzdem droht: Bis zum Jahr 2050 könnte es in Deutschland nur noch halb so viele Erwerbstätige geben wie heute. dpa
    Bei der Bewältigung des Fachkräftemangels setzt die Bundesagentur für Arbeit mittlerweile auch auf qualifizierte Zuwanderer aus europäischen Krisenländern wie Spanien, Griechenland und Portugal. Trotzdem droht: Bis zum Jahr 2050 könnte es in Deutschland nur noch halb so viele Erwerbstätige geben wie heute. dpa

    Bis zum Jahr 2050 könnten in Deutschland nur noch halb so viele Erwerbstätige leben als heute. Zu diesem Schluss kommt laut Focus ein Demografiebericht der Bundesregierung.

    Einwanderung oder mehr Kinder?

    Ohne vermehrte Einwanderung droht in  Deutschland offenbar ein dramatischer Rückgang verfügbarer  Arbeitskräfte. Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter könnte  von rund 50 Millionen heute bis zum Jahr 2050 auf 26,5 Millionen  sinken und sich damit fast halbieren, berichtete das Münchner  Magazin "Focus" unter Berufung auf den Entwurf des  Demografieberichts der Bundesregierung, der im Herbst vorgestellt  werden soll. Selbst wenn ab 2020 jedes Jahr 200.000 Menschen nach  Deutschland zögen, würde demnach die Zahl der Erwerbsfähigen bis  2050 auf 39 Millionen sinken. Um das Beschäftigungspotenzial auf  dem Stand von 2004 zu halten, seien jährlich zwischen 300.000 und  500.000 Zuwanderer nötig.

    Bericht: 2050 nur noch halb so viel Erwerbstätige in Deutschland

    Der Bericht warnt vor "unmittelbaren Auswirkungen auf das  Wachstumspotenzial". Vorhergesagt wird laut "Focus" zudem ein  "verstärkter Wettbewerb um Talente", der zwischen den  Volkswirtschaften ausgetragen würde. "Eine gezielte  Zuwanderungssteuerung ist für die internationale  Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands von erheblichem Interesse",  zitiert das Magazin weiter aus dem Bericht. Auf dessen Grundlage  will die Bundesregierung 2012 eine "Demografie-Strategie"  vorstellen.

    Pflegekräfte fehlen, wer zahlt Renten, wo kommen die Fachkräfte her?

    Das Thema Zuwanderung ist in der Koalition strittig. Während die  FDP, aber auch einige Politiker der CDU, auf eine erleichterte  Zuwanderung dringen, lehnen die CSU und große Teile der CDU dies  ab. "Zunächst haben die in Deutschland ausgebildeten Fachkräfte  Vorrang. So lange Betriebe hier junge Menschen nur ein Jahr  befristet anstellen, kann ich eine massive Anwerbung von  Fachkräften aus dem Ausland nicht unterstützen", sagte  Unionsfraktionschef Volker Kauder zu "Focus". Er werde es nicht  hinnehmen, dass "ausländische Fachkräfte sofort einen unbefristeten  Arbeitsvertrag bekommen, während junge Deutsche erst einmal  Zeitarbeitsverträge bekommen". afp

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