Donnerstag, 23. Mai 2013

04. Mai 2012 07:35 Uhr

Studie

AOK: Explodierende Beiträge für Privatversicherte

Nach einer AOK-Studie müssen die rund neun Millionen Privatversicherten in Deutschland mit einer Beitrags-Explosion rechnen. An der Studie gibts scharfe Kritik.

Laut einer AOK-Studie sollen die Beiträge für Privatversicherte in den nächsten Jahren förmlich explodieren.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat die Angaben der Krankenkasse AOK energisch zurückgewiesen. Die AOK behauptet anlässlich einer Studie, dass auf die Privatversicherten in Deutschland explodierende Beiträge zukommen würden. Das Magazin Stern hat aus dieser Studie vorab zitiert. Demnach müssen laut der Studie die privaten Krankenversicherungen in den kommenden 40 Jahren zusätzlich 2700 Euro Prämie pro Jahr von jedem Mitglied verlangen, um nicht in Finanznot zu geraten.

Steigende Kosten für Ärzte, Arzneien und Kliniken

Laut dem Bericht nennt die AOK-Studie auch die Gründe für die angespannte finanzielle Lage der Privatversicherer: steigende Kosten für Ärzte, Arzneien und Kliniken und zu wenig Ertrag aus den Kapitalanlagen wegen niedriger Zinsen. Der AOK-Bundesverband bestätigte die Angaben.

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Beiträge für privat Krankenversicherte steigen

Ende April war bereits bekanntgeworden, dass sich die Beiträge für privat Krankenversicherte binnen zehn Jahren fast verdoppelt haben. Nach Angaben der Bundesregierung stiegen die Beiträge in den Jahren 2000 bis 2010 um 74,6 Prozent. Zuvor hatte AOK-Chef Jürgen Graalmann mit der Forderung an die Politik für Aufsehen gesorgt, die PKV in ihrer heutigen Form nicht künstlich am Leben zu erhalten.

Kritik an der AOK-Studie

PKV-Verbandssprecher Stefan Reker kritisierte die Studie. «Die AOK selbst bildet keinerlei Vorsorge für die steigende Lebenserwartung und die steigenden Gesundheitsausgaben ihrer Versicherten», sagte Reker. Die PKV habe fast 150 Milliarden kapitalgedeckte Vorsorge vorzuweisen. Die AOK dagegen habe keine Rücklagen. Zudem sei der AOK-Höchstbeitrag in den vergangenen 40 Jahren stark gestiegen. Die Kosten würden weiter klettern. dpa/AZ

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