Für 48 Stunden will die Lokführergewerkschaft GDL diese Woche den Bahnverkehr lahmlegen. Ab Donnerstag werden Lokführer den Betrieb von fünf großen Deutsche-Bahn-Konkurrenten bestreiken.
Die Streiks sollen um 2.00 Uhr nachts beginnen und bis 2.00 Uhr am Samstag (16. April) dauern. Betroffen sind die Verkehrsunternehmen Abellio, Arriva, Benex Hessische Landesbahn und Veolia.
Ausgenommen von den Streiks ist das Unternehmen Keolis, mit der die GDL seit Montag verhandelt.
Keine Einigung zwischen DB und GDL
Nach einem 18-stündigen Verhandlungsmarathon sind die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL am Mittwochmorgen ohne eine Einigung auseinander gegangen.
Strittiger Punkt der Verhandlungen sei bis zuletzt die Höhe der Einkommensverbesserungen, die für die 20.000 bei der Bahn beschäftigten Lokführer erzielt werden sollen, sagte GDL-Chef Claus Weselsky nach dem Treffen in Frankfurt am Main. "Eine Vielfalt von Fragen" seien noch nicht beantwortet.
Forderungen der GDL
Die Gewerkschaft der Lokführer fordert für 26.000 Lokführer, die bundesweit eingestellt sind, einheitliche Tarifstandards. Diese sollen sich am DB-Niveau orientieren. Der sogenannte Bundesrahmen- Lokomotivführertarifvertrag soll für den Fern-, Nah- und Güterverkehr gelten.
Schon im April hatte sich die GDL mit drei Schienengüterverkehrsunternehmen auf ein flächendeckendes Regelwerk einigen können. Die Verhandlungen hatten besonders eine Einigung um das Entgelt im Verhältnis zu Arbeitszeit, Urlaub, Zulagen und soziale Schutzbestimmungen regeln können.
Dagegen gibt es noch keine Einigung im Tarifstreit zwischen der GDL und den fünf großen Privatbahnen. Deshalb hatte für diese Woche die Gewerkschaft abermals Streiks angekündigt. dapd/AZ